Platygyra – Die Gehirnkoralle für Dein Meerwasseraquarium
Platygyra gehört zu den großpolypigen Steinkorallen (LPS) und ist durch ihre markanten, geschwungenen Rippenstrukturen sofort zu erkennen. Die Oberfläche erinnert an die Windungen eines Gehirns, weshalb sie häufig als Gehirnkoralle bezeichnet wird. Je nach Art und Herkunft zeigt Platygyra faszinierende Farben in Grün, Braun, Türkis, Rot oder Violett, oft kombiniert mit fluoreszierenden Linien oder kontrastreichen Zentren.
Dank ihrer robusten Natur und ihres vergleichsweise geringen Pflegeaufwands eignet sich Platygyra sowohl für Einsteiger mit ersten Erfahrungen als auch für fortgeschrittene Meerwasseraquarianer.
Herkunft
Platygyra ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Sie besiedelt flache Lagunen, geschützte Riffhänge und Korallenriffe, wo sie auf festem Untergrund wächst und einer mäßigen Strömung ausgesetzt ist.
Haltung
Platygyra gilt als robuste LPS-Koralle und passt sich gut an unterschiedliche Bedingungen an, solange die Wasserwerte stabil bleiben.
Sie wächst langsam bis mäßig und bildet mit der Zeit beeindruckende, massive Kolonien. Aufgrund ihrer Wuchsform eignet sie sich hervorragend als Blickfang im Riffaquarium.
Beleuchtung
Platygyra bevorzugt eine mittlere Beleuchtung.
Optimal sind PAR-Werte zwischen 80 und 180.
Zu starke Beleuchtung kann zu einer Aufhellung der Farben führen. Eine langsame Eingewöhnung an intensiveres Licht wird empfohlen.
Strömung
Ideal ist eine mittlere, wechselnde Strömung.
Sie sorgt dafür, dass sich keine Ablagerungen auf der Koralle bilden und unterstützt den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen. Eine dauerhaft starke, direkte Strömung sollte vermieden werden.
Platzierung
Der ideale Standort befindet sich im mittleren bis unteren Bereich des Aquariums.
Platygyra bildet nachts teilweise Kampftentakel aus. Deshalb sollte ausreichend Abstand zu benachbarten Korallen eingehalten werden.
Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie gewinnt Platygyra über ihre Zooxanthellen.
Eine gelegentliche Fütterung fördert Wachstum und Farbentwicklung.
Geeignet sind:
- feines Frostfutter
- Artemia-Nauplien
- Mysis in kleinen Portionen
- Staubfutter
- Zooplankton
- spezielles LPS-Korallenfutter
- Aminosäuren
Eine Fütterung ein- bis zweimal pro Woche ist meist ausreichend.
Empfohlene Wasserwerte
- Temperatur: 24 bis 26 °C
- Salzgehalt: 34 bis 35 PSU
- KH: 7 bis 9 dKH
- Calcium: 420 bis 450 mg/l
- Magnesium: 1.250 bis 1.350 mg/l
- Nitrat: 2 bis 10 mg/l
- Phosphat: 0,03 bis 0,08 mg/l
Konstante Wasserwerte fördern eine gesunde Entwicklung und intensive Farben.
Besonderheiten
- Charakteristische gehirnartige Wuchsform
- Robuste und langlebige LPS-Koralle
- Langsames bis mittleres Wachstum
- Intensive fluoreszierende Farbvarianten erhältlich
- Kann nachts Kampftentakel bilden
- Sehr dekorativer Blickfang für den unteren und mittleren Riffaufbau
Verwechslungsgefahr
Platygyra wird gelegentlich mit Favites, Favia oder Goniastrea verwechselt.
Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind die langen, miteinander verbundenen Täler und Rippen der Koralliten, die das typische Gehirnmuster bilden.
Unser Tipp
Platziere Platygyra an einem Standort mit moderater Beleuchtung und mittlerer Strömung. Plane ausreichend Platz für das spätere Wachstum und mögliche Kampftentakel ein. Mit stabilen Wasserwerten entwickelt sich diese Koralle über viele Jahre zu einer beeindruckenden, massiven Kolonie mit außergewöhnlicher Struktur und intensiven Farben.
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