Copepoden – Die nützlichen Ruderfußkrebse für Dein Meerwasseraquarium
Copepoden, auch als Ruderfußkrebse bekannt, gehören zu den wichtigsten Kleinstlebewesen im Meerwasseraquarium. Obwohl sie meist nur 0,5 bis 2 Millimeter groß sind, übernehmen sie eine entscheidende Rolle im biologischen Gleichgewicht. Sie dienen vielen Fischen und Wirbellosen als natürliche Nahrungsquelle und helfen dabei, organische Ablagerungen zu verwerten.
Ein gut entwickelter Bestand an Copepoden ist ein Zeichen für ein gesundes und stabiles Riffaquarium.
Herkunft
Copepoden kommen in nahezu allen Meeren der Welt vor. Sie besiedeln Korallenriffe, Algen, Sandflächen und Lebendgestein. Im Aquarium leben sie bevorzugt zwischen Steinen, im Bodengrund, in Algen oder im Technikbecken.
Haltung
Copepoden benötigen keine besondere Pflege und vermehren sich unter geeigneten Bedingungen selbstständig.
Sie profitieren von:
- gut eingefahrenen Aquarien
- vielen Versteckmöglichkeiten
- Lebendgestein
- Makroalgen
- stabilen Wasserwerten
In Aquarien mit vielen planktonfressenden Fischen kann sich der Bestand jedoch deutlich langsamer entwickeln.
Ernährung
Copepoden ernähren sich unter anderem von:
- Mikroalgen
- Phytoplankton
- Bakterien
- Biofilmen
- Detritus
- feinen organischen Partikeln
Durch diese Ernährungsweise tragen sie zum biologischen Gleichgewicht im Aquarium bei.
Aquariengröße
Copepoden können in Aquarien jeder Größe gepflegt werden – vom Nanoaquarium bis zum großen Riffaquarium.
Besonders gut entwickeln sie sich in Aquarien mit einem Technikbecken oder einem Algenrefugium, da sie dort weitgehend vor Fressfeinden geschützt sind.
Empfohlene Wasserwerte
- Temperatur: 24–26 °C
- Salzgehalt: 34–35 PSU
- KH: 7–9 dKH
- Calcium: 420–450 mg/l
- Magnesium: 1.250–1.350 mg/l
- Nitrat: 2–15 mg/l
- Phosphat: 0,03–0,10 mg/l
Entscheidend sind vor allem stabile Wasserwerte und eine gute biologische Reife des Aquariums.
Besonderheiten
- Wichtiger Bestandteil des natürlichen Zooplanktons
- Natürliche Futterquelle für viele Fische und Wirbellose
- Unterstützen das biologische Gleichgewicht
- Vermehren sich bei guten Bedingungen selbstständig
- Besiedeln Gestein, Bodengrund und Algen
- Besonders wertvoll für junge Fische und empfindliche Arten
Nutzen im Meerwasseraquarium
Ein gesunder Copepodenbestand bietet zahlreiche Vorteile:
- natürliche Lebendnahrung für Fische
- ideale Nahrung für Mandarinfische und Seenadeln
- Verwertung organischer Partikel
- Unterstützung der biologischen Vielfalt
- Förderung eines stabilen Mikroökosystems
Gerade anspruchsvolle Fischarten sind oft auf einen gut entwickelten Copepodenbestand angewiesen.
Vergesellschaftung
Copepoden können problemlos mit allen Korallen und den meisten Wirbellosen gehalten werden.
Sie eignen sich besonders für Aquarien mit:
- Mandarinfischen
- Seenadeln
- Lippfischen kleiner Arten
- Garnelen
- Filtrierern
- Korallen
In Aquarien mit vielen planktonfressenden Fischen kann es sinnvoll sein, den Bestand regelmäßig zu ergänzen.
Unser Tipp
Copepoden sind weit mehr als nur winzige Krebse – sie sind ein wichtiger Baustein eines gesunden Meerwasseraquariums. Ein gut entwickelter Bestand verbessert das biologische Gleichgewicht und stellt eine wertvolle, natürliche Nahrungsquelle dar. Mit ausreichend Lebendgestein, Makroalgen und einer abwechslungsreichen Mikrofauna vermehren sich Copepoden häufig ganz von selbst.
Gerne beraten wir Dich, wie Du eine stabile Mikrofauna in Deinem Riff aufbauen kannst.
