Was ist Lebendgestein?

Lebendgestein gehört zu den klassischen Materialien für den Riffaufbau im Meerwasseraquarium. Dabei ist nicht der Stein selbst „lebendig“. Entscheidend sind die zahlreichen Bakterien, Mikroorganismen, Algen, Schwämme und Kleinstlebewesen, die seine Oberfläche und Poren besiedeln.
Dadurch ist Lebendgestein weit mehr als Dekoration. Es schafft biologisch aktive Oberflächen, bringt eine große mikrobielle Vielfalt ins Aquarium und bietet zahlreichen kleinen Organismen Lebensraum.
Trotzdem ist Lebendgestein heute nicht mehr die einzige Möglichkeit, ein funktionierendes Riffaquarium aufzubauen. Auch Riffkeramik und anderes geeignetes Riffmaterial können sehr gut funktionieren. Die Unterschiede solltest Du kennen, bevor Du Dich für Deinen Riffaufbau entscheidest.

Was genau ist Lebendgestein?
Lebendgestein besteht meist aus porösem kalkhaltigem Gestein, das längere Zeit in einem marinen Umfeld lag und dort biologisch besiedelt wurde.
Auf und im Gestein können unter anderem vorkommen:
Bakterien
Kleinkrebse
Würmer
Schwämme
Kalkrotalgen
Röhrenwürmer
Foraminiferen
Mikroalgen
Weitere Mikroorganismen
Gerade diese biologische Vielfalt unterscheidet echtes Lebendgestein von trockenem oder künstlich hergestelltem Riffmaterial.

Warum ist Lebendgestein biologisch wertvoll?
Die große Oberfläche und die zahlreichen Poren bieten Bakterien und anderen Mikroorganismen viel Lebensraum.
Diese Mikroorganismen sind an zahlreichen Abbau- und Umwandlungsprozessen im Aquarium beteiligt.
Organische Stoffe werden biologisch verarbeitet und stickstoffhaltige Verbindungen durchlaufen verschiedene Stufen des Stickstoffkreislaufs.
Lebendgestein kann deshalb einen wichtigen Beitrag zur biologischen Stabilität des Aquariums leisten.

Welche Rolle spielen Bakterien im Lebendgestein?
Ein großer Teil der biologischen Bedeutung von Lebendgestein entsteht durch seine bakterielle Besiedlung.
Bakterien im Meerwasseraquarium leben hauptsächlich auf Oberflächen und nicht ausschließlich frei im Wasser.
Die poröse Struktur des Gesteins bietet sehr unterschiedliche Lebensräume. Je nach Sauerstoffversorgung und Porentiefe können dort verschiedene mikrobielle Prozesse stattfinden.
Bei der Nitrifikation wird Ammonium zunächst zu Nitrit und anschließend zu Nitrat oxidiert. Unter geeigneten sauerstoffarmen Bedingungen können zusätzlich Prozesse stattfinden, bei denen Nitrat weiter reduziert wird.
Wie stark diese Vorgänge in einem einzelnen Gesteinsstück tatsächlich ablaufen, hängt jedoch von Struktur, Durchströmung, Besiedlung und den Bedingungen im Aquarium ab.

Ist Lebendgestein ein vollständiger biologischer Filter?
Lebendgestein kann einen wesentlichen Teil der biologisch aktiven Oberfläche eines Aquariums bereitstellen. Trotzdem solltest Du es nicht als alleinige technische Filteranlage betrachten.
Auch Bodengrund, Filtermaterialien, Riffkeramik, Rohrleitungen und praktisch alle anderen benetzten Oberflächen werden von Mikroorganismen besiedelt.
Zusätzlich beeinflussen Abschäumung, Strömung, Fütterung, Besatz und Pflege den gesamten Nährstoffhaushalt.
Ein stabiles Meerwasseraquarium funktioniert deshalb immer als Gesamtsystem.

Warum ist die Porosität so wichtig?
Für biologisch aktives Riffmaterial ist nicht allein das Gewicht entscheidend.
Ein stark poröses Gestein besitzt bei gleichem Gewicht wesentlich mehr Oberfläche als ein sehr kompakter Stein. Dadurch stehen Bakterien und anderen Organismen mehr Besiedlungsflächen zur Verfügung.
Auch für den Riffaufbau ist leichtes, poröses Material häufig praktischer, weil sich mit weniger Masse größere und offenere Strukturen gestalten lassen.
Die alte Vorstellung, dass möglichst viele Kilogramm Gestein automatisch eine bessere biologische Filterung bedeuten, greift deshalb zu kurz.

Wie viel Lebendgestein brauchst Du?
Eine feste Kilogrammzahl pro Liter ist heute nur bedingt sinnvoll.
Früher wurden häufig sehr große Mengen Lebendgestein eingesetzt. Moderne Riffaquarien werden dagegen oft wesentlich luftiger aufgebaut und zusätzlich durch leistungsfähige Technik unterstützt.
Wichtiger als eine starre Gewichtsregel sind:
Porosität des Gesteins
Größe der nutzbaren Oberfläche
Offener Riffaufbau
Gute Durchströmung
Aquariengröße
Besatz
Zusätzliche biologische Filterflächen
Vermeide deshalb einen massiven Steinhaufen nur mit dem Ziel, eine bestimmte Kilogrammzahl zu erreichen.

Warum sollte der Riffaufbau offen gestaltet sein?
Ein offener Riffaufbau verbessert die Wasserbewegung zwischen und hinter den Steinen.
Das hilft, Mulm und andere Ablagerungen zu reduzieren und sorgt dafür, dass verschiedene Bereiche des Gesteins mit Wasser versorgt werden.
Sehr dicht aufeinander gestapelte Steine können dagegen strömungsarme Zonen schaffen, in denen sich organisches Material sammelt.
Wie Du solche Bereiche vermeidest, erklären wir Dir unter Strömungs-Pumpen richtig platzieren.

Welche Rolle spielt die Strömung beim Lebendgestein?
Eine gute Strömung sorgt dafür, dass Wasser auch hinter und zwischen dem Riffaufbau zirkuliert.
Dadurch werden Nährstoffe und Sauerstoff verteilt und gleichzeitig lose Ablagerungen besser abtransportiert.
Es geht dabei nicht darum, das Gestein mit einem starken direkten Pumpenstrahl zu treffen. Ziel ist eine breite und möglichst gleichmäßige Wasserbewegung durch das gesamte Riff.
Wenn sich hinter Deinem Aufbau regelmäßig große Mengen Mulm sammeln, solltest Du die Strömungsverteilung überprüfen.

Welche Mikrofauna bringt Lebendgestein ins Aquarium?
Ein spannender Vorteil hochwertigen Lebendgesteins ist die biologische Vielfalt.
Zwischen den Poren können zahlreiche Kleinstlebewesen leben. Diese Mikrofauna kann wiederum Teil des Nahrungsnetzes im Aquarium werden.
Kleine Krebstiere, Würmer und andere Organismen dienen teilweise als natürliche Nahrung für größere Bewohner.
Gerade dieser biologische Eintrag ist mit sterilem trockenem Riffmaterial am Anfang wesentlich geringer.

Kann Lebendgestein auch unerwünschte Bewohner mitbringen?
Ja. Die biologische Vielfalt ist gleichzeitig einer der größten Vor- und Nachteile.
Mit Lebendgestein können nicht nur erwünschte Organismen ins Aquarium gelangen, sondern auch Tiere oder Algen, die Du dort möglicherweise nicht haben möchtest.
Dazu können beispielsweise gehören:
Glasrosen
Bestimmte Krabben
Fangschreckenkrebse
Unerwünschte Algen
Räuberische oder problematische Kleintiere
Nicht jeder unbekannte Wurm oder jede Krabbe ist automatisch ein Schädling. Beobachte unbekannte Tiere zunächst und bestimme sie möglichst zuverlässig, bevor Du sie entfernst.

Solltest Du Lebendgestein vor dem Einsetzen kontrollieren?
Ja. Schau Dir jedes Stück möglichst genau an.
Achte auf:
Unbekannte größere Tiere
Glasrosen
Auffällige Algen
Faulige Bereiche
Stark abgestorbenes organisches Material
Unangenehm fauligen Geruch
Das bedeutet nicht, dass Du das Gestein steril reinigen solltest. Gerade seine biologische Besiedlung ist schließlich der Grund, warum Du Lebendgestein einsetzt.

Solltest Du Lebendgestein abbürsten?
Ein vollständiges gründliches Abbürsten würde viele Organismen entfernen, die Du eigentlich erhalten möchtest.
Lose abgestorbene oder offensichtlich faulende Bereiche kannst Du dagegen vorsichtig entfernen.
Auch starke Ablagerungen sollten nicht unnötig ins Aquarium gelangen.
Ziel ist nicht, das Gestein möglichst sauber und steril zu machen, sondern gut erhaltenes biologisch aktives Material einzusetzen.

Wie sollte Lebendgestein transportiert werden?
Die Organismen auf und im Gestein reagieren auf lange Trockenzeiten und ungünstige Temperaturen.
Je länger das Material außerhalb geeigneter Bedingungen transportiert wird, desto mehr empfindliche Organismen können absterben.
Das kann anschließend zu einer erhöhten organischen Belastung führen.
Hochwertiges Lebendgestein sollte deshalb möglichst schonend und zügig transportiert beziehungsweise versandt werden.

Was bedeutet frisches und gehältertes Lebendgestein?
Frisch importiertes Lebendgestein kann eine große biologische Vielfalt besitzen. Gleichzeitig können während Transport und Lagerung Organismen absterben.
Dadurch kann das Material zunächst stärker organisch belastet sein.
Gehältertes beziehungsweise konditioniertes Lebendgestein wurde bereits über einen gewissen Zeitraum unter geeigneten Bedingungen gepflegt. Abgestorbene organische Bestandteile konnten dabei teilweise bereits abgebaut beziehungsweise entfernt werden.
Die Begriffe werden im Handel allerdings nicht immer völlig einheitlich verwendet. Entscheidend ist deshalb die tatsächliche Qualität des Materials.

Kann Lebendgestein die Einfahrphase verkürzen?
Gut erhaltenes Lebendgestein bringt bereits eine etablierte Gemeinschaft aus Bakterien und anderen Organismen mit.
Dadurch stehen dem Aquarium von Beginn an biologisch aktive Oberflächen zur Verfügung.
Das kann die biologische Entwicklung eines neuen Aquariums unterstützen.
Trotzdem bedeutet Lebendgestein nicht, dass Du ein neues Aquarium sofort vollständig besetzen solltest. Auch ein Aquarium mit Lebendgestein benötigt Zeit, damit sich biologische Prozesse an Fütterung und zunehmenden Besatz anpassen können.
Wenn Du neu in die Meerwasseraquaristik einsteigst, findest Du den gesamten Ablauf unter Meerwasseraquarium für Anfänger.

Ist die Einfahrphase mit Lebendgestein immer kürzer?
Nicht zwangsläufig.
Die Entwicklung hängt stark von der Qualität und Behandlung des Gesteins ab.
Ist während Transport oder Lagerung viel organisches Material abgestorben, kann zunächst sogar eine stärkere Belastung entstehen.
Auch die übrige Einrichtung, Filterung, Beleuchtung und spätere Besatzentwicklung spielen eine Rolle.
Betrachte Lebendgestein deshalb nicht als Möglichkeit, eine Einfahrphase vollständig zu überspringen.

Welche Veränderungen sind bei neuem Lebendgestein normal?
In den ersten Wochen kann sich die Oberfläche deutlich verändern.
Möglich sind beispielsweise:
Braune oder grüne Beläge
Neue Kalkrotalgen
Schwämme
Röhrenwürmer
Kleine Krebstiere
Andere neu sichtbare Mikroorganismen
Einige Organismen werden verschwinden, andere entwickeln sich stärker.
Ein Aquarium ist ein dynamisches biologisches System. Nicht jede Veränderung auf neuem Gestein bedeutet deshalb automatisch ein Problem.

Lebendgestein oder Riffkeramik – was ist besser?
Beide Varianten können funktionieren.
Lebendgestein bringt bereits eine große biologische Vielfalt und besiedelte Oberflächen mit.
Riffkeramik oder anderes trockenes Riffmaterial bietet dagegen mehr Kontrolle darüber, welche Organismen zunächst ins Aquarium gelangen, muss aber erst biologisch besiedelt werden.
Welche Variante besser zu Deinem Aquarium passt, erklären wir ausführlich in unserer Kaufberatung Lebendgestein oder Riffkeramik?.

Welche Vorteile hat Lebendgestein?
Bereits biologisch besiedelt
Große mikrobielle Vielfalt
Natürliche Mikrofauna
Schnelle Bereitstellung biologisch aktiver Oberflächen
Natürliche Struktur und Optik
Kann biologische Reifung unterstützen
Bietet vielen Kleinstlebewesen Lebensraum

Welche Nachteile hat Lebendgestein?
Möglicher Eintrag unerwünschter Organismen
Qualität kann stark schwanken
Transport kann Organismen schädigen
Abgestorbenes Material kann die Wasserbelastung erhöhen
Verfügbarkeit kann schwanken
Riffaufbau ist stärker von natürlichen Steinformen abhängig

Kannst Du Lebendgestein und Riffkeramik kombinieren?
Ja. Eine Kombination kann sehr sinnvoll sein.
Du kannst beispielsweise den größten Teil des Riffaufbaus mit trockenem oder künstlichem Material gestalten und ausgewählte hochwertige Stücke Lebendgestein ergänzen.
Damit bringst Du zusätzliche Mikroorganismen und biologische Vielfalt ins System, ohne den gesamten Riffaufbau aus Lebendgestein gestalten zu müssen.
Auch hier gilt allerdings: Organismen können sich mit der Zeit im gesamten Aquarium ausbreiten. Einige Stücke Lebendgestein bedeuten deshalb nicht, dass nur diese Stücke biologisch aktiv bleiben.

Wird Riffkeramik irgendwann zu „Lebendgestein“?
Künstliches oder trockenes Riffmaterial wird nach dem Einsetzen zunehmend von Bakterien, Algen und anderen Organismen besiedelt.
Biologisch betrachtet entwickelt es dadurch mit der Zeit viele Eigenschaften eines besiedelten Riffsubstrats.
Trotzdem bleibt seine Herkunft natürlich eine andere als die von ursprünglichem Lebendgestein.
Für die Funktion im Aquarium ist langfristig vor allem entscheidend, welche stabile biologische Gemeinschaft sich auf und im gesamten Riff entwickelt.

Kann Lebendgestein Wasserwerte beeinflussen?
Lebendgestein ist Teil des biologischen Systems und kann dadurch indirekt die Entwicklung verschiedener Wasserwerte beeinflussen.
Beim Einsetzen von Material mit abgestorbenen Organismen können beispielsweise zunächst zusätzliche stickstoff- und phosphorhaltige Verbindungen freigesetzt werden.
Kontrolliere besonders bei einem neuen Aquarium deshalb nicht nur das Aussehen des Gesteins, sondern auch die Entwicklung der Wasserchemie.
Ein einzelner auffälliger Wert sollte dabei nicht sofort hektisch korrigiert werden. Beobachte die Entwicklung und suche nach der Ursache.

Muss Lebendgestein gepflegt werden?
Im normalen Betrieb benötigt gut eingesetztes Lebendgestein relativ wenig direkte Pflege.
Wichtig sind:
Gute Strömung
Möglichst stabile Wasserwerte
Keine dauerhaften starken Mulmablagerungen
Keine unnötige mechanische Reinigung
Passende Lichtverhältnisse für lichtabhängige Organismen
Wenn sich Mulm zwischen den Steinen sammelt, solltest Du lieber Ursache und Strömungsverteilung verbessern, statt den gesamten Riffaufbau regelmäßig herauszunehmen und gründlich zu reinigen.

Solltest Du Lebendgestein regelmäßig aus dem Aquarium nehmen?
Nein. Ein etablierter Riffaufbau sollte nicht unnötig auseinandergebaut werden.
Das Herausnehmen und Reinigen verändert Lebensräume und kann empfindliche Organismen schädigen.
Wenn Du Ablagerungen entfernen möchtest, kannst Du diese beispielsweise beim Wasserwechsel vorsichtig aufwirbeln oder absaugen, ohne das gesamte Gestein aus dem Aquarium zu nehmen.

Warum verändert sich Lebendgestein mit der Zeit?
Ein Stück Gestein sieht nach einigen Monaten oder Jahren häufig völlig anders aus als beim Einsetzen.
Es wird von:
Bakterien
Kalkrotalgen
Schwämmen
Korallen
Röhrenwürmern
Mikroorganismen
und anderen Organismen besiedelt.
Genau diese Entwicklung ist Teil eines reifenden Riffaquariums.
Mit der Zeit ist die Grenze zwischen ursprünglichem Lebendgestein und anderen besiedelten Materialien optisch häufig kaum noch zu erkennen.

Typische Fehler bei Lebendgestein
Nur nach Kilogramm statt nach Qualität und Porosität auswählen
Zu viel Gestein sehr dicht stapeln
Strömung hinter dem Riffaufbau vergessen
Abgestorbenes Material ungeprüft ins Aquarium geben
Lebendgestein gründlich steril reinigen
Unbekannte Organismen automatisch als Schädlinge behandeln
Nach dem Einsetzen sofort vollständig besetzen
Den Riffaufbau regelmäßig auseinandernehmen
Große Mulmablagerungen ignorieren
Lebendgestein als alleinige Voraussetzung für ein stabiles Aquarium betrachten

Lebendgestein oder Riffkeramik?

Lebendgestein oder Riffkeramik?
Beide Möglichkeiten haben klare Vor- und Nachteile. Unsere Kaufberatung hilft Dir dabei zu entscheiden, ob Du Dein neues Aquarium mit Lebendgestein, Riffkeramik oder einer Kombination aus beiden Materialien aufbauen möchtest.

Wasserwerte und Biologie gehören zusammen

Wasserwerte im Meerwasseraquarium
Lebendgestein ist Teil eines komplexen biologischen Systems. In unserem großen Wasserwerte-Ratgeber erklären wir Dir, wie Salinität, KH, Calcium, Magnesium, Nitrat, Phosphat und weitere Parameter zusammenwirken und warum stabile Bedingungen wichtiger sind als die Jagd nach einzelnen perfekten Werten.

Fazit
Lebendgestein ist poröses, biologisch besiedeltes Riffmaterial und kann einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt und Stabilität eines Meerwasseraquariums leisten.
Sein größter Vorteil liegt nicht darin, dass ein bestimmtes Gewicht an Steinen im Aquarium liegt, sondern in der großen besiedelbaren Oberfläche und den zahlreichen Mikroorganismen, die bereits mitgebracht werden.
Gleichzeitig kann Lebendgestein auch unerwünschte Bewohner und abgestorbenes organisches Material ins Aquarium bringen. Qualität, Herkunft, Transport und sorgfältige Kontrolle sind deshalb wichtiger als eine starre Kilogrammregel.
Auch Riffkeramik und anderes geeignetes Riffmaterial können heute sehr gut funktionieren. Wenn Du beide Varianten kombinierst, kannst Du einen frei gestalteten Riffaufbau mit zusätzlicher biologischer Vielfalt verbinden.

Unser Tipp
Plane Deinen Riffaufbau möglichst luftig. Zwischen und hinter den Steinen sollte Wasser zirkulieren können, damit sich nicht dauerhaft große Mengen Mulm ansammeln.
Achte bei Lebendgestein stärker auf Qualität, Porosität und Zustand als auf möglichst viele Kilogramm. Und gib Deinem Aquarium trotz biologisch aktivem Gestein Zeit zur Entwicklung.
Wenn Du noch nicht entschieden hast, welches Material zu Deinem neuen Aquarium passt, findest Du unter Lebendgestein oder Riffkeramik? die passende Entscheidungshilfe.

Haftungsausschluss
Die Inhalte wurden sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt und dienen als Orientierung; individuelle Aquarienbedingungen und Reaktionen der Tiere können abweichen.

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Gerd Raabe
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