Ophiolepis superba

Ophiolepis superba – Der Gebänderte Schlangenstern für Dein Meerwasseraquarium

Ophiolepis superba, häufig auch als Gebänderter Schlangenstern oder Prächtiger Schlangenstern bezeichnet, ist ein attraktiver und nützlicher Schlangenstern für gut eingefahrene Meerwasseraquarien. Die Schreibweise „Ophiolepsis“ taucht gelegentlich auf, korrekt ist jedoch Ophiolepis superba. Die Art gehört zu den Schlangensternen und wird der Familie Ophiolepididae zugeordnet.

Mit seiner hellbraunen bis beigen Grundfarbe und den dunkleren Zeichnungen auf Körperscheibe und Armen ist er ein spannender Bewohner, der besonders in den Abendstunden aktiv wird. Im Aquarium übernimmt er eine wichtige Rolle als Resteverwerter und durchsucht Bodengrund, Riffaufbau und Spalten nach organischem Material.

Herkunft
Ophiolepis superba ist im Indo-Pazifik und Roten Meer verbreitet. In der Natur kommt er unter anderem in flachen Riffbereichen, auf Korallenschutt und in geschützten Zonen mit vielen Versteckmöglichkeiten vor. Meerwasser-Lexikon nennt Vorkommen unter anderem im Indischen Ozean, Indonesien, Japan, Madagaskar, den Malediven, Philippinen, Roten Meer und weiteren Regionen; als Tiefenbereich werden etwa 1 bis 30 Meter angegeben.

Haltung
Der Gebänderte Schlangenstern eignet sich für gut eingefahrene Meerwasseraquarien mit stabilem biologischem Gleichgewicht.
Er lebt eher versteckt und hält sich gerne unter Steinen, in Höhlen, zwischen Riffspalten oder im Bodengrund auf. Besonders tagsüber zeigt er sich oft nur teilweise, während er nachts oder bei Futtergabe aktiver wird. In einem gut strukturierten Aquarium mit Lebendgestein oder Riffkeramik findet er ausreichend Rückzugsorte.

Ernährung
Ophiolepis superba ist ein nützlicher Resteverwerter.

Er frisst unter anderem:

  • Detritus
  • Futterreste
  • abgestorbenes organisches Material
  • feine Partikel im Bodengrund
  • gelegentlich tierisches Ersatzfutter

Im Aquarium kann er bei Bedarf mit kleinen Futtertabletten, feinem Frostfutter oder sinkendem Futter gezielt unterstützt werden. Wichtig ist, dass er nicht in ein frisch eingerichtetes Aquarium gesetzt wird, da dort oft noch zu wenig natürliches Futter vorhanden ist.

Aquariengröße
Eine Haltung ist ab etwa 200 Litern möglich, besser sind jedoch größere und gut strukturierte Aquarien ab 250 bis 300 Litern.

Der Schlangenstern kann eine Spannweite von bis zu etwa 20 cm erreichen und benötigt ausreichend Verstecke sowie freie Bereiche zur Futtersuche.

Empfohlene Wasserwerte

  • Temperatur: 24–26 °C
  • Salzgehalt: 34–35 PSU
  • KH: 7–9 dKH
  • Calcium: 420–450 mg/l
  • Magnesium: 1.250–1.350 mg/l
  • Nitrat: 2–15 mg/l
  • Phosphat: 0,03–0,10 mg/l

Wie viele Stachelhäuter reagiert auch Ophiolepis superba empfindlich auf schnelle Veränderungen der Dichte beziehungsweise Salinität. Eine langsame Eingewöhnung ist deshalb besonders wichtig.

Besonderheiten

  • Attraktiver gebänderter Schlangenstern
  • Nützlicher Resteverwerter
  • Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
  • Lebt gerne versteckt in Höhlen und Spalten
  • Hilft bei der Verwertung von Detritus und Futterresten
  • Gut für stabile Riffaquarien geeignet
  • Kein Tier für frisch eingerichtete Aquarien

Vergesellschaftung
Ophiolepis superba lässt sich in der Regel gut mit vielen typischen Riffbewohnern vergesellschaften.

Geeignet sind:

Da er eher als Resteverwerter unterwegs ist, gilt er meist als gut geeignet für Riffaquarien. Trotzdem sollte er nicht mit räuberischen Fischen oder großen, aggressiven Krabben kombiniert werden, die ihn bedrängen oder verletzen könnten.

Eingewöhnung
Bei Schlangensternen ist eine besonders ruhige Eingewöhnung wichtig.

Achte darauf:

  • Temperatur langsam angleichen
  • Salinität nicht sprunghaft verändern
  • keine hektische Umsetzung
  • nicht an den Armen ziehen
  • vorsichtig und möglichst stressarm einsetzen

Stachelhäuter können empfindlich auf plötzliche Änderungen reagieren. Besonders starke Schwankungen der Dichte sollten unbedingt vermieden werden.

Typische Probleme
Probleme entstehen häufig durch:

  • zu junge Aquarien
  • fehlendes natürliches Futter
  • zu wenige Verstecke
  • schnelle Änderungen der Salinität
  • aggressive Mitbewohner
  • unsachgemäßes Umsetzen

Wenn der Schlangenstern sehr versteckt lebt, ist das nicht automatisch ein schlechtes Zeichen. Viele Tiere zeigen sich vor allem nachts oder bei Fütterung.

Unser Tipp
Ophiolepis superba ist ein schöner und nützlicher Bewohner für stabile Meerwasseraquarien. Setze ihn nicht zu früh ein, sondern erst dann, wenn Dein Aquarium gut eingefahren ist und genügend natürliche Nahrung sowie Verstecke bietet. Mit einer langsamen Eingewöhnung, stabilen Wasserwerten und einem ruhigen Besatz entwickelt er sich zu einem wertvollen Teil der Cleaning Crew.

Bei Korallenland findest Du gesunde Ophiolepis superba sowie eine persönliche Beratung zur passenden Vergesellschaftung und Eingewöhnung von Schlangensternen im Meerwasseraquarium.

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Gerd Raabe
Raabe Aquaristik
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