Welche Wassertests brauchst Du wirklich? 

Wassertests gehören zur Grundausstattung eines Meerwasseraquariums. Du musst aber nicht jeden denkbaren Wasserwert ständig messen. Viel wichtiger ist, die entscheidenden Werte zuverlässig zu kontrollieren und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Für die meisten Riffaquarien gehören vor allem Karbonathärte, Calcium, Magnesium, Nitrat und Phosphat zur regelmäßigen Kontrolle. Dazu kommt die Salinität, die allerdings nicht mit einem klassischen Tröpfchentest gemessen wird. Je nach Aquarium und Situation können pH-Wert, Nitrit, Silikat, Kalium und weitere Werte zusätzlich interessant sein.

Passende Wassertests findest Du direkt bei Korallenland.

Warum solltest Du überhaupt regelmäßig messen?
Ein Meerwasseraquarium verändert sich ständig. Korallen wachsen und verbrauchen bestimmte Elemente, Fische werden gefüttert, Bakterien bauen organische Stoffe ab und Wasser verdunstet.

Deshalb können sich Wasserwerte auch dann verändern, wenn Du am Aquarium scheinbar nichts geändert hast.

Regelmäßige Messungen helfen Dir, Entwicklungen zu erkennen, bevor daraus größere Probleme entstehen.

Dabei ist ein einzelner Messwert meistens weniger interessant als der Verlauf über mehrere Messungen.

Warum stabile Bedingungen so wichtig sind, erklären wir Dir ausführlich unter Warum stabile Wasserwerte entscheidend sind.

Diese Wassertests brauchst Du wirklich
Für ein klassisches Riffaquarium würde ich folgende Werte regelmäßig kontrollieren:

Karbonathärte – KH
Calcium – Ca
Magnesium – Mg
Nitrat – NO₃
Phosphat – PO₄

Zusätzlich solltest Du die Salinität zuverlässig messen.

Der pH-Wert ist ebenfalls interessant, muss in einem stabil laufenden Aquarium aber nicht zwingend genauso häufig kontrolliert werden wie beispielsweise die KH.

Welche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Werten bestehen, erfährst Du unter Wasserwerte im Meerwasseraquarium.

KH – einer der wichtigsten Tests überhaupt
Die Karbonathärte gehört besonders bei einem Aquarium mit Steinkorallen zu den wichtigsten regelmäßig gemessenen Wasserwerten.

Korallen verbrauchen Carbonate beim Aufbau ihres Kalkskeletts. Mit zunehmendem Korallenwachstum kann sich deshalb auch der tägliche KH-Verbrauch deutlich erhöhen.

Gerade bei einem gut besetzten LPS- oder SPS-Aquarium würde ich die KH deutlich häufiger messen als viele andere Werte.

Einen passenden KH-Test findest Du direkt über unsere Shop-Suche.

Wichtiger als eine vermeintlich perfekte Zahl ist ein möglichst stabiler Wert.

Wie oft solltest Du KH messen?
Das hängt stark vom Besatz ab.

In einem neuen Aquarium oder einem Riff mit schnell wachsenden Steinkorallen kann eine häufige Kontrolle sinnvoll sein. Wenn Du gerade ein Versorgungssystem einstellst, hilft Dir eine engmaschige Messung außerdem dabei, den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln.

Läuft das Aquarium schon lange stabil und kennst Du seinen Verbrauch, können die Abstände später größer werden.

Bei starkem SPS-Besatz bleibt die KH trotzdem einer der Werte, die ich besonders aufmerksam beobachten würde.

Calcium – wichtig für Steinkorallen
Calcium wird unter anderem von Steinkorallen und anderen kalkbildenden Organismen benötigt.

Mit zunehmendem Wachstum steigt auch der Verbrauch.

Einen passenden Calcium-Test findest Du direkt im Korallenland-Shop.

Calcium musst Du normalerweise nicht genauso häufig messen wie die KH. Trotzdem gehört der Wert bei einem Aquarium mit vielen LPS- oder SPS-Korallen zur regelmäßigen Kontrolle.

Magnesium – nicht vergessen
Magnesium wird häufig weniger beachtet als KH und Calcium. Für die Stabilität der Meerwasserchemie ist es trotzdem wichtig.

Ein dauerhaft unpassender Magnesiumwert kann es schwieriger machen, Calcium und Karbonathärte sinnvoll einzustellen.

Deshalb solltest Du alle drei Werte gemeinsam betrachten.

Einen passenden Magnesium-Test findest Du direkt über unsere Shop-Suche.

Magnesium verändert sich in vielen Aquarien langsamer als die KH. Entsprechend muss es normalerweise auch nicht so häufig gemessen werden.

KH, Calcium und Magnesium gehören zusammen
Diese drei Werte solltest Du nicht völlig unabhängig voneinander betrachten.

KH liefert Carbonate für das Kalkskelett, Calcium stellt einen weiteren wichtigen Baustoff bereit und Magnesium trägt dazu bei, das chemische Gleichgewicht zu stabilisieren.

Gerade wenn Du LPS- oder SPS-Korallen pflegst, lohnt es sich deshalb, die Entwicklung dieser Werte gemeinsam zu beobachten.

Nitrat – nicht einfach möglichst niedrig
Nitrat ist ein wichtiger Nährstoff im Riffaquarium.

Der alte Gedanke „je weniger Nitrat, desto besser“ ist zu einfach. Auch Korallen beziehungsweise ihre Zooxanthellen benötigen Stickstoffverbindungen.

Ein dauerhaft extrem niedriger Wert kann deshalb genauso unerwünscht sein wie eine deutlich zu hohe Konzentration.

Einen passenden Nitrat-Test findest Du direkt im Shop.

Gerade nach Veränderungen bei Fütterung, Fischbesatz, Filterung oder Abschäumung solltest Du Nitrat häufiger kontrollieren.

Phosphat – kleine Werte, große Bedeutung
Auch Phosphat ist kein Stoff, den Du möglichst vollständig aus Deinem Aquarium entfernen solltest.

Korallen und ihre Zooxanthellen benötigen Phosphat.

Gleichzeitig können dauerhaft hohe Konzentrationen das Aquarium und das Wachstum bestimmter Korallen beeinflussen.

Deshalb ist ein zuverlässiger Test besonders wichtig.

Einen passenden Phosphat-Test findest Du direkt über unsere Shop-Suche.

Gerade bei niedrigen Konzentrationen sollte der verwendete Test ausreichend fein auflösen können. Ein Test, der nur „irgendetwas zwischen null und viel“ anzeigt, hilft Dir bei Phosphat wenig.

Nitrat und Phosphat immer gemeinsam betrachten
Nitrat und Phosphat gehören zusammen.

Wenn Nitrat ausreichend vorhanden ist, Phosphat aber dauerhaft nicht nachweisbar bleibt, kann das genauso ungünstig sein wie die umgekehrte Situation.

Deshalb würde ich bei auffälligen Veränderungen niemals nur einen der beiden Werte messen.

Wenn beide Werte dauerhaft auseinanderlaufen, hilft Dir unser Ratgeber Nährstoffungleichgewicht erkennen.

Passende Nitrat-Tests und Phosphat-Tests findest Du direkt bei Korallenland.

Salinität – kein klassischer Wassertest, aber unverzichtbar
Die Salinität gehört zu den wichtigsten Messwerten überhaupt.

Für viele tropische Riffaquarien ist eine Salinität um etwa 35 PSU eine sinnvolle Orientierung.

Zur Messung benötigst Du keinen klassischen Tröpfchentest, sondern beispielsweise ein Refraktometer, eine geeignete Spindel oder ein digitales Messgerät.

Wie Du richtig misst, erklären wir Dir unter Salinität richtig messen.

Wenn Du noch zwischen den Messmethoden schwankst, hilft Dir zusätzlich unsere Kaufberatung Refraktometer oder Spindel?.

pH-Wert – sinnvoll, aber nicht täglich notwendig
Der pH-Wert liefert Dir interessante Informationen über Dein Aquarium.

Er hängt unter anderem mit Karbonathärte, CO₂-Gehalt und Gasaustausch zusammen und verändert sich natürlicherweise im Tagesverlauf.

Ein passender pH-Test kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung Deiner Grundausstattung sein.

Wenn Du den pH-Wert genauer beobachten möchtest, kann auch eine elektronische Messung interessant sein.

Wichtig ist dabei immer, zu vergleichbaren Tageszeiten zu messen. Ein morgens und einmal abends gemessener Wert lässt sich nicht ohne Weiteres direkt miteinander vergleichen.

Nitrit – brauchst Du den Test dauerhaft?
Ein Nitrit-Test ist besonders während der Startphase und bei konkretem Verdacht auf Probleme interessant.

In einem lange stabil laufenden Riffaquarium gehört Nitrit dagegen normalerweise nicht zu den Werten, die Du jede Woche messen musst.

Trotzdem würde ich einen Test gerade als Einsteiger nicht grundsätzlich für überflüssig halten.

Wenn im Aquarium plötzlich Fische auffällig reagieren, Tiere sterben oder die biologische Filterung massiv gestört wurde, kann eine Kontrolle sinnvoll sein.

Ammonium und Ammoniak
Ammonium beziehungsweise Ammoniak sind besonders während der Entwicklung eines neuen Aquariums und bei biologischen Problemen interessant.

In einem stabil laufenden Aquarium sollten problematische Konzentrationen normalerweise nicht auftreten.

Deshalb gehört dieser Test für mich nicht unbedingt zu den Messungen, die Du dauerhaft jede Woche durchführen musst.

Für ein neues Aquarium oder als Test für Problemfälle kann er trotzdem sinnvoll sein.

Silikat – wann lohnt sich ein Test?
Silikat wird häufig im Zusammenhang mit Kieselalgen interessant.

Wenn Du immer wieder starke Kieselalgenbeläge bekommst oder Dein Osmosewasser kontrollieren möchtest, kann ein Silikat-Test sinnvoll sein.

Für ein lange stabil laufendes Aquarium ohne entsprechende Auffälligkeiten musst Du Silikat dagegen nicht ständig messen.

Mehr über die Zusammenhänge erfährst Du unter Silikat im Meerwasseraquarium.

Kalium – für jeden notwendig?
Kalium gehört zu den Elementen, die insbesondere bei stärker besetzten Riffaquarien interessant werden können.

Eine permanente Messung ist für einen Einsteiger normalerweise nicht notwendig.

Wenn Du ein anspruchsvolles SPS-Riff betreibst, gezielt Spurenelemente dosierst oder eine Abweichung vermutest, kann ein Kalium-Test sinnvoll sein.

Mehr über diesen Wert findest Du unter Kalium im Meerwasseraquarium.

Jod regelmäßig selbst messen?
Jod spielt im Meerwasseraquarium eine interessante Rolle, ist mit klassischen Heimtests aber nicht immer einfach zuverlässig zu bestimmen.

Deshalb würde ich Jod nicht automatisch in die Grundausstattung eines Einsteigers aufnehmen.

Wenn Du Jod gezielt dosierst, solltest Du besonders vorsichtig vorgehen und nicht einfach nach Gefühl arbeiten.

Mehr dazu erfährst Du unter Jod im Meerwasseraquarium.

Für eine umfassendere Kontrolle verschiedener Elemente kann eine ICP-Analyse die bessere Ergänzung sein.

Welche Tests brauchst Du als Anfänger?
Wenn Du gerade mit der Meerwasseraquaristik beginnst, musst Du keinen Schrank voller Testflaschen kaufen.

Für die regelmäßige Kontrolle würde ich mit den wichtigsten Werten beginnen:

KH-Test
Calcium-Test
Magnesium-Test
Nitrat-Test
Phosphat-Test

Dazu benötigst Du eine zuverlässige Möglichkeit zur Messung der Salinität.

Je nach Entwicklungsphase des Aquariums können Nitrit und Ammonium beziehungsweise Ammoniak zusätzlich interessant sein.

Welche Tests brauchst Du für ein Weichkorallen-Aquarium?
Auch ein Aquarium mit Weichkorallen benötigt stabile Wasserwerte.

KH, Nitrat und Phosphat würde ich auch hier regelmäßig kontrollieren. Calcium und Magnesium sollten ebenfalls bekannt sein, verändern sich bei einem reinen Weichkorallen-Aquarium aber häufig langsamer als in einem stark wachsenden Steinkorallen-Riff.

Du musst deshalb nicht jeden Wert gleich häufig messen.

Entscheidend ist, den Verbrauch und die Entwicklung Deines eigenen Aquariums kennenzulernen.

Aktuell verfügbare Weichkorallen findest Du direkt im Korallenland-Shop.

Welche Tests brauchst Du für LPS-Korallen?
Bei einem gut besetzten LPS-Aquarium werden KH, Calcium und Magnesium zunehmend wichtig.

Viele LPS-Korallen bilden ein Kalkskelett und verbrauchen entsprechende Bestandteile aus dem Wasser.

Gleichzeitig solltest Du Nitrat und Phosphat kontrollieren, denn LPS profitieren nicht automatisch von möglichst nährstoffarmem Wasser.

Die Grundausstattung besteht deshalb auch hier aus KH, Calcium, Magnesium, Nitrat und Phosphat.

Aktuell verfügbare LPS-Korallen findest Du direkt bei Korallenland.

Welche Tests brauchst Du für SPS-Korallen?
Bei einem SPS-dominierten Aquarium wird regelmäßiges Messen besonders wichtig.

Die KH kann sich bei starkem Wachstum relativ schnell verändern. Auch Calcium und Magnesium solltest Du im Blick behalten.

Nitrat und Phosphat sind ebenfalls entscheidend, weil SPS-Korallen zwar häufig bei kontrollierten Nährstoffwerten gepflegt werden, ein vollständig nährstofffreies Aquarium aber nicht das Ziel ist.

Gerade bei SPS ist die Entwicklung häufig wichtiger als eine einzelne Messung.

Aktuell verfügbare SPS-Korallen findest Du direkt im Shop.

Tröpfchentest oder digitales Messgerät?
Beides kann funktionieren.

Tröpfchentests sind vergleichsweise günstig, für viele Wasserwerte erhältlich und bei korrekter Anwendung ausreichend genau.

Digitale Geräte können besonders dort angenehm sein, wo die Farbauswertung eines klassischen Tests schwierig ist.

Sie sind aber nicht automatisch fehlerfrei.

Auch digitale Geräte benötigen korrekte Anwendung, saubere Küvetten, geeignete Reagenzien und teilweise regelmäßige Kalibrierung.

Die beste Messmethode ist diejenige, mit der Du zuverlässig reproduzierbare Ergebnisse bekommst.

Warum die Auflösung des Tests wichtig ist
Nicht jeder Test eignet sich gleich gut für jedes Aquarium.

Wenn Du beispielsweise einen sehr niedrigen Phosphatbereich kontrollieren möchtest, benötigst Du einen Test, der in diesem Bereich ausreichend fein auflösen kann.

Ein Test kann grundsätzlich korrekt funktionieren und trotzdem für Deine konkrete Fragestellung ungeeignet sein.

Schau deshalb beim Kauf nicht nur darauf, welchen Parameter der Test misst, sondern auch auf Messbereich und Abstufung.

Billig oder hochwertig – lohnt sich ein guter Test?
Bei Wassertests würde ich nicht ausschließlich nach dem niedrigsten Preis entscheiden.

Ein günstiger Test bringt Dir wenig, wenn Du die Farben kaum unterscheiden kannst oder die Ergebnisse stark schwanken.

Gerade bei KH, Nitrat und Phosphat möchtest Du Veränderungen zuverlässig erkennen können.

Ein guter Test muss dabei nicht zwingend der teuerste sein.

Entscheidend sind reproduzierbare Ergebnisse und eine Anwendung, mit der Du gut zurechtkommst.

Passende Wassertests findest Du direkt bei Korallenland.

Messfehler sind häufiger als gedacht
Nicht jeder ungewöhnliche Wasserwert bedeutet automatisch, dass mit Deinem Aquarium etwas nicht stimmt.

Messfehler können beispielsweise durch verschmutzte Küvetten, falsche Wassermengen, abgelaufene Reagenzien, ungenaues Tropfen oder eine falsche Ablesezeit entstehen.

Wenn ein Wert völlig unerwartet ist, würde ich deshalb nicht sofort große Mengen eines Mittels dosieren.

Miss zunächst ein zweites Mal.

Passt das Ergebnis überhaupt nicht zur bisherigen Entwicklung, kann zusätzlich ein Vergleich mit einem anderen Test sinnvoll sein.

Immer zur gleichen Zeit messen?
Bei manchen Wasserwerten ist das besonders sinnvoll.

Der pH-Wert verändert sich beispielsweise im Tagesverlauf.

Auch für andere Messungen erleichtert eine möglichst ähnliche Vorgehensweise den Vergleich.

Wenn Du Deine Werte dokumentierst, erkennst Du Entwicklungen wesentlich schneller.

Gerade KH lässt sich dadurch sehr gut beobachten.

Wie oft solltest Du messen?
Eine einzige Messroutine für jedes Aquarium gibt es nicht.

Ein neu gestartetes Aquarium benötigt andere Kontrollen als ein seit Jahren stabiles Weichkorallen-Becken.

Ein stark wachsendes SPS-Riff kann wiederum eine deutlich häufigere KH-Kontrolle benötigen.

Passe die Messhäufigkeit deshalb an Dein Aquarium an.

Wenn Du etwas am Versorgungssystem veränderst, neue Tiere einsetzt oder plötzlich ungewöhnliche Veränderungen bemerkst, solltest Du vorübergehend häufiger messen.

Nicht jedem einzelnen Messwert hinterherlaufen
Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Wenn die KH heute beispielsweise geringfügig anders ausfällt als gestern, musst Du nicht automatisch sofort korrigieren.

Jeder Test besitzt eine gewisse Messunsicherheit.

Beobachte deshalb Trends.

Mehrere Messungen, die kontinuierlich in dieselbe Richtung laufen, sind wesentlich aussagekräftiger als ein einzelner ungewöhnlicher Wert.

Wann lohnt sich eine ICP-Analyse?
Eine ICP-Analyse ergänzt Deine normalen Wassertests, ersetzt sie aber nicht.

Sie kann eine Vielzahl von Haupt- und Spurenelementen erfassen, die Du zu Hause normalerweise nicht sinnvoll messen kannst.

Besonders interessant ist sie bei unerklärlichen Korallenproblemen, Verdacht auf unerwünschte Elemente, komplexen Versorgungssystemen oder zur gelegentlichen umfassenderen Kontrolle eines anspruchsvollen Riffaquariums.

Mehr dazu findest Du unter ICP-Analyse – wann ist sie sinnvoll?.

Für KH, Nitrat oder Phosphat brauchst Du trotzdem weiterhin Deine normalen Tests, weil Du diese Werte zwischen zwei Laboranalysen regelmäßig beobachten möchtest.

ICP ersetzt keine regelmäßigen Wassertests
Eine Laboranalyse zeigt Dir die Situation zum Zeitpunkt der Probenahme.

Wenn Deine KH anschließend täglich fällt, hilft Dir eine ICP von vor mehreren Wochen bei der aktuellen Dosierung wenig.

Deshalb ergänzen sich beide Methoden.

Die regelmäßigen Heimtests zeigen Dir kurzfristige Entwicklungen. Eine ICP ermöglicht dagegen einen wesentlich breiteren Blick auf die Zusammensetzung des Wassers.

Was solltest Du bei auffälligen Korallen zuerst messen?
Wenn Korallen plötzlich schlechter stehen, würde ich nicht wahllos jeden verfügbaren Test durchführen.

Beginne mit den grundlegenden Bedingungen.

Salinität
Temperatur
KH
Nitrat
Phosphat

Bei Steinkorallen zusätzlich Calcium und Magnesium.

Anschließend kannst Du je nach Problem weitere Werte kontrollieren.

Oft liegt die Ursache nicht in einem exotischen Spurenelement, sondern bei einem der grundlegenden Parameter.

Wassertests passend zum Aquarium kaufen
Du brauchst nicht jeden Test, den es im Handel gibt.

Für ein klassisches Riffaquarium bilden KH, Calcium, Magnesium, Nitrat und Phosphat eine sehr sinnvolle Grundausstattung.

pH, Nitrit, Silikat und Kalium kannst Du je nach Aquarium und Situation ergänzen.

So kaufst Du gezielt die Tests, die Du tatsächlich benötigst, statt einen großen Testkoffer anzuschaffen, von dem Du später die Hälfte kaum verwendest.

Wasserwerte im Meerwasseraquarium – die wichtigsten Werte im Überblick
In unserem großen Wasserwerte-Ratgeber erklären wir Dir KH, Calcium, Magnesium, Nitrat, Phosphat, pH-Wert, Salinität und weitere Parameter sowie die wichtigsten Zusammenhänge zwischen den einzelnen Wasserwerten.

Fazit
Du brauchst für ein Meerwasseraquarium nicht jeden erhältlichen Wassertest.

Für die meisten Riffaquarien würde ich KH, Calcium, Magnesium, Nitrat und Phosphat als sinnvolle Grundausstattung ansehen. Dazu kommt eine zuverlässige Messung der Salinität.

Je nach Aquarium und Situation können pH, Nitrit, Ammonium beziehungsweise Ammoniak, Silikat und Kalium zusätzlich sinnvoll sein.

Wichtiger als möglichst viele Tests sind zuverlässige Messungen und eine regelmäßige Kontrolle der wirklich relevanten Werte.

Kaufe deshalb lieber gezielt gute Tests und lerne die Entwicklung Deines Aquariums kennen.

Passende Wassertests findest Du direkt über unsere Shop-Suche.

Haftungsausschluss
Die Inhalte dieser Kaufberatung wurden sorgfältig erstellt und dienen als Orientierung. Sinnvolle Messintervalle und Zielbereiche können je nach Besatz, Versorgungssystem, Entwicklungsphase und den individuellen Bedingungen Deines Aquariums abweichen. Bei der Verwendung einzelner Wassertests sind zusätzlich die jeweiligen Herstellerangaben zu beachten.

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Gerd Raabe
Korallenland by Raabe Aquaristik
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Tel.: +49 (0)8546 973568 • E-Mail: info@korallenland.de

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