Wie wachsen Korallen?
Korallen können aus einem kleinen Ableger im Laufe der Zeit beeindruckende Kolonien bilden. Dabei wachsen jedoch nicht alle Korallen auf dieselbe Weise. Steinkorallen bauen zusätzlich neues Kalkskelett auf, während Weichkorallen vor allem neues Gewebe bilden und sich durch Teilung, Verzweigung oder die Bildung neuer Polypen ausbreiten.
Wie schnell eine Koralle wächst, hängt nicht nur von ihrer Art ab. Beleuchtung, Strömung, Nährstoffversorgung, Wasserwerte, Fütterung und vor allem die Stabilität des Aquariums spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.
Wie wächst eine Koralle überhaupt?
Korallen sind Tiere und bestehen aus einem oder vielen einzelnen Polypen. Wie diese aufgebaut sind, erklären wir Dir ausführlich unter Was sind Polypen?.
Bei koloniebildenden Korallen entstehen durch Wachstum und ungeschlechtliche Vermehrung weitere Polypen, die miteinander verbunden bleiben können. Gleichzeitig wächst das gemeinsame Korallengewebe weiter.
Je nach Korallenart entstehen dadurch völlig unterschiedliche Wuchsformen:
Verzweigte Kolonien
Plattenförmiges Wachstum
Krustenförmiges Wachstum
Massive beziehungsweise kugelige Formen
Polsterartige Kolonien
Einzelpolypen mit zunehmender Größe
Deshalb lässt sich Korallenwachstum nicht ausschließlich daran beurteilen, wie schnell eine Koralle in die Höhe wächst.
Wie wachsen Steinkorallen?
Steinkorallen bilden unter ihrem lebenden Gewebe ein Kalkskelett aus Calciumcarbonat. Während die Koralle wächst, wird dieses Skelett ständig erweitert.
Bei verzweigten SPS-Korallen lässt sich neues Wachstum häufig besonders gut an den Spitzen erkennen. Plattenförmige Arten wachsen dagegen vor allem an ihren Rändern weiter. Massive LPS-Korallen können neues Skelett unter ihrem Gewebe aufbauen und gleichzeitig neue Polypen beziehungsweise Koralliten bilden.
Dadurch entstehen mit der Zeit die für die jeweilige Korallenart typischen Kolonieformen.
Mehr über die unterschiedlichen Gruppen erfährst Du auf unseren Seiten LPS-Korallen – Haltung & Arten und SPS-Korallen – Haltung & Arten.
Wie wachsen Weichkorallen ohne Kalkskelett?
Weichkorallen besitzen nicht das massive Calciumcarbonat-Skelett typischer Steinkorallen. Trotzdem können auch sie große Kolonien bilden.
Ihr Wachstum erfolgt hauptsächlich durch die Bildung von neuem Gewebe, neuen Polypen, Verzweigungen oder Ausbreitung über den Untergrund.
Einige Arten können sich unter guten Bedingungen ausgesprochen schnell ausbreiten. Das bedeutet gleichzeitig, dass Du ihren zukünftigen Platzbedarf bereits beim Einsetzen berücksichtigen solltest.
Mehr zu dieser Korallengruppe findest Du unter Weichkorallen – Haltung, Arten & Pflege.
Welche Rolle spielen Calcium und KH beim Wachstum?
Für Steinkorallen sind Calcium und die Karbonathärte (KH) besonders wichtig.
Calcium und Bestandteile des Carbonatsystems werden für die Bildung von Calciumcarbonat benötigt. Wächst der Bestand an Steinkorallen, steigt deshalb häufig auch der Verbrauch dieser Stoffe.
Das ist ein wichtiger Punkt für die Praxis: Eine Dosierung, die heute ausreicht, kann einige Monate später bereits zu niedrig sein, weil Deine Korallen inzwischen deutlich größer geworden sind.
Deshalb solltest Du nicht nur die gemessenen Werte beobachten, sondern auch deren Verbrauch.
Welche Rolle spielt Magnesium?
Auch Magnesium gehört zu den wichtigen Bestandteilen des Meerwassers und spielt eine wesentliche Rolle in der Calciumcarbonat-Chemie.
Es wäre allerdings zu einfach zu sagen, Korallen benötigten Magnesium lediglich als direkten Baustoff ihres Kalkskeletts. Seine Bedeutung liegt unter anderem darin, die chemischen Gleichgewichte rund um Calcium und Carbonat zu beeinflussen.
KH, Calcium und Magnesium solltest Du deshalb nicht unabhängig voneinander betrachten.
Warum steigt der Verbrauch, wenn Korallen wachsen?
Eine kleine Steinkoralle benötigt wesentlich weniger Material für den Skelettaufbau als eine große, aktiv wachsende Kolonie.
Mit zunehmender Korallenmasse kann deshalb der tägliche Verbrauch von KH und Calcium deutlich steigen.
Genau das ist häufig ein positives Zeichen: Wenn Du bei stabiler Salinität plötzlich feststellst, dass Dein Aquarium regelmäßig mehr KH und Calcium verbraucht und gleichzeitig sichtbares Korallenwachstum vorhanden ist, kann dies auf zunehmende Kalkbildung hindeuten.
Trotzdem solltest Du Verbrauchsänderungen immer durch zuverlässige Messungen bestätigen und nicht automatisch jede Veränderung auf Korallenwachstum zurückführen.
Welche Rolle spielen Zooxanthellen beim Korallenwachstum?
Viele der im Meerwasseraquarium gepflegten Korallen leben mit photosynthetischen Symbiosepartnern zusammen. Diese sogenannten Zooxanthellen leben im Korallengewebe und betreiben dort Photosynthese.
Dabei entstehen energiereiche organische Verbindungen, von denen die Koralle einen erheblichen Teil für ihren Stoffwechsel nutzen kann.
Diese Energie kann unter anderem für Gewebewachstum, Regeneration und bei Steinkorallen für die energieaufwendige Kalkbildung genutzt werden.
Das erklärt, warum Beleuchtung für viele Korallen so wichtig ist. Es bedeutet aber nicht, dass Korallen ausschließlich von Licht leben.
Bedeutet mehr Licht automatisch mehr Wachstum?
Nein. Mehr Licht führt nicht automatisch zu schnellerem Wachstum.
Jede Koralle besitzt einen Bereich, in dem die Beleuchtungsintensität zu ihren Bedürfnissen und ihrer bisherigen Anpassung passt. Zu wenig Licht kann die Photosynthese begrenzen, während zu viel Licht ebenfalls Stress verursachen kann.
Besonders problematisch können schnelle Veränderungen sein. Eine Koralle, die bisher bei moderater Beleuchtung gehalten wurde, sollte nicht plötzlich einer wesentlich höheren Intensität ausgesetzt werden.
Wie Du die Lichtmenge objektiver beurteilen kannst, erklären wir Dir unter PAR-Werte einfach erklärt.
Was sind PAR-Werte und warum sind sie für das Wachstum interessant?
PAR beschreibt den für die Photosynthese nutzbaren Wellenlängenbereich des Lichts. Mit einem geeigneten PAR-Messgerät kannst Du messen, wie viel photosynthetisch aktive Strahlung an einem bestimmten Standort im Aquarium tatsächlich ankommt.
Das ist wesentlich aussagekräftiger als die reine Wattzahl Deiner Lampe oder die subjektive Einschätzung „Das sieht hell genug aus“.
Trotzdem gibt es keinen einzelnen perfekten PAR-Wert für alle Korallen. Die benötigte Lichtintensität hängt stark von Korallenart, Standort und bisheriger Anpassung ab.
Wie beeinflusst die Strömung das Wachstum?
Auch die Strömung beeinflusst, wie sich eine Koralle entwickelt. Sie unterstützt den Stofftransport an der Oberfläche der Koralle, bringt unter anderem Sauerstoff und Nahrung heran und hilft dabei, Stoffwechselprodukte, Schleim und Ablagerungen abzutransportieren.
Dabei gilt ebenfalls: Mehr ist nicht automatisch besser.
Eine zu schwache Strömung kann Ablagerungen begünstigen und den Stoffaustausch einschränken. Eine dauerhaft zu starke oder direkt auf empfindliches Gewebe gerichtete Strömung kann dagegen ebenfalls problematisch sein.
Entscheidend ist deshalb eine zur jeweiligen Koralle passende Wasserbewegung.
Kann Strömung sogar die Wuchsform verändern?
Ja. Die Umgebung kann die Form einer Korallenkolonie mit beeinflussen.
Bei verzweigten Korallen können Licht- und Strömungsverhältnisse dazu beitragen, wie dicht, offen oder in welche Richtung sich eine Kolonie entwickelt.
Deshalb sehen zwei genetisch sehr ähnliche Korallen nicht zwangsläufig identisch aus, wenn sie unter unterschiedlichen Bedingungen wachsen.
Korallenwachstum ist also nicht ausschließlich genetisch festgelegt, sondern wird auch durch die Umgebung beeinflusst.
Welche Rolle spielen Nitrat und Phosphat?
Korallen und ihre Zooxanthellen benötigen Nährstoffe. Deshalb sollte ein wachstumsorientiertes Riffaquarium nicht mit dem Ziel betrieben werden, möglichst überhaupt kein Nitrat und Phosphat nachweisen zu können.
Stickstoff und Phosphor werden für grundlegende biologische Prozesse benötigt.
Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass möglichst hohe Nährstoffwerte besseres Wachstum verursachen. Dauerhaft stark erhöhte Werte können ebenfalls ungünstig sein.
Entscheidend ist eine ausreichende und möglichst stabile Nährstoffversorgung.
Kann Nährstoffmangel das Wachstum stoppen?
Ja. Fehlen notwendige Nährstoffe, können biologische Prozesse eingeschränkt werden.
Besonders ungünstig kann die Kombination aus sehr intensiver Beleuchtung und extrem geringer Nährstoffverfügbarkeit sein.
Wenn Deine Korallen trotz scheinbar guter Beleuchtung und passender KH- und Calciumwerte nicht wachsen, solltest Du deshalb auch Nitrat und Phosphat kontrollieren.
Ein Riffaquarium braucht nicht möglichst wenig Nährstoffe, sondern ein funktionierendes Gleichgewicht zwischen Eintrag, Verbrauch und Export.
Kann Fütterung das Korallenwachstum fördern?
Ja, viele Korallen können zusätzlich zur Energieversorgung über ihre Zooxanthellen Nahrung aufnehmen.
Welche Nahrung geeignet ist und wie stark eine Koralle von direkter Fütterung profitiert, hängt von der jeweiligen Art ab. Großpolypige Korallen können teilweise größere Futterpartikel aufnehmen, während andere Arten sehr feine Nahrung beziehungsweise Plankton nutzen.
Eine pauschale Aussage wie „LPS müssen gefüttert werden, SPS leben hauptsächlich vom Licht“ wäre jedoch zu einfach.
Auch viele SPS-Korallen sind zur heterotrophen Nahrungsaufnahme fähig.
Mehr Futter bedeutet allerdings nicht automatisch mehr Wachstum. Übermäßige Fütterung erhöht gleichzeitig den Nährstoffeintrag in Dein Aquarium.
Brauchen schnell wachsende Korallen mehr Spurenelemente?
Mit zunehmendem Wachstum verändert sich grundsätzlich auch der Stoffumsatz im Aquarium. Daraus solltest Du jedoch nicht ableiten, dass Du automatisch große Mengen zusätzlicher Spurenelemente dosieren musst.
Einige Elemente werden biologisch verbraucht oder in Skeletten und Gewebe eingebaut. Gleichzeitig können Überdosierungen problematisch sein.
Deshalb solltest Du Spurenelemente nicht nach dem Motto „mehr Wachstum braucht mehr von allem“ dosieren.
Wie Du damit sinnvoll umgehst, erklären wir Dir unter Spurenelemente einfach erklärt.
Warum wachsen manche Korallen schneller als andere?
Die Wachstumsgeschwindigkeit ist stark von Art, Genetik und Wuchsform abhängig. Zusätzlich beeinflussen die Bedingungen im Aquarium das Wachstum.
Einige Korallen können unter geeigneten Bedingungen innerhalb relativ kurzer Zeit deutlich an Größe gewinnen, während andere selbst unter sehr guten Bedingungen wesentlich langsamer wachsen.
Deshalb solltest Du langsames Wachstum nicht automatisch als Problem betrachten.
Wenn Du gezielt Arten suchst, die vergleichsweise schnell wachsen können, findest Du unsere Auswahl unter Welche Korallen wachsen schnell?.
Warum wächst dieselbe Korallenart in zwei Aquarien unterschiedlich schnell?
Selbst Korallen derselben Art können sich in verschiedenen Aquarien sehr unterschiedlich entwickeln.
Einfluss haben unter anderem:
Genetik beziehungsweise individueller Stamm
Beleuchtung
Strömung
Nährstoffversorgung
KH- und Calciumversorgung
Temperatur
Salinität
Fütterung
Konkurrenz mit anderen Korallen
Gesundheitszustand
Stabilität des Aquariums
Deshalb sind Aussagen wie „Diese Koralle wächst fünf Zentimeter pro Monat“ nur sehr eingeschränkt übertragbar.
Warum wächst eine neue Koralle zunächst kaum?
Eine frisch eingesetzte Koralle muss sich zunächst an ihre neue Umgebung anpassen.
Beleuchtung, Strömung, Wasserchemie und Nährstoffversorgung unterscheiden sich möglicherweise deutlich vom vorherigen Aquarium. Auch Transport und Umsetzen bedeuten Stress.
Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, wenn eine neue Koralle zunächst wenig sichtbares Wachstum zeigt.
Ständiges Umsetzen auf der Suche nach dem vermeintlich perfekten Standort kann diese Anpassung immer wieder unterbrechen.
Warum wächst eine Koralle plötzlich nicht mehr?
Wenn eine zuvor gut wachsende Koralle ihr Wachstum deutlich reduziert, solltest Du zuerst prüfen, was sich verändert hat.
Mögliche Ursachen sind:
Schwankende KH
Veränderte Salinität
Zu wenig oder zu viel Licht
Veränderte Strömung
Sehr niedrige oder stark erhöhte Nährstoffe
Temperaturschwankungen
Konkurrenz oder Vernesselung durch andere Korallen
Schädlinge oder Erkrankungen
Ungeeigneter Standort
Mehrere Veränderungen gleichzeitig
Gerade wenn mehrere Korallen gleichzeitig betroffen sind, lohnt sich zuerst ein Blick auf die allgemeinen Bedingungen und Wasserwerte.
Warum sind stabile Wasserwerte wichtiger als perfekte Zahlen?
Korallen können sich innerhalb geeigneter Bereiche an unterschiedliche Bedingungen anpassen. Schwieriger sind häufig schnelle und wiederholte Veränderungen.
Wenn Du beispielsweise ständig versuchst, KH, Calcium oder Nährstoffe auf eine theoretisch perfekte Zahl nachzuregeln, kannst Du dadurch mehr Schwankungen erzeugen als Nutzen.
Konstanz ist deshalb häufig wichtiger als das letzte Zehntel eines Messwertes.
Warum das so entscheidend ist, erklären wir Dir ausführlich unter Warum stabile Wasserwerte entscheidend sind.
Wie erkennst Du echtes Korallenwachstum?
Je nach Korallenart kann Wachstum unterschiedlich aussehen.
Mögliche Anzeichen sind:
Neue Wachstumsspitzen
Neue Äste
Größer werdende Platten
Wachsender Geweberand
Neue Polypen beziehungsweise Koralliten
Überwachsen des Ablegersteins
Zunehmende Koloniefläche
Teilung einzelner Polypen
Zunehmender KH- und Calciumverbrauch bei Steinkorallen
Ein Fotovergleich ist häufig erstaunlich hilfreich. Fotografiere eine Koralle beispielsweise einmal im Monat möglichst aus derselben Perspektive. Veränderungen, die Dir täglich kaum auffallen, werden dadurch deutlich sichtbar.
Ist möglichst schnelles Korallenwachstum überhaupt das Ziel?
Nicht unbedingt.
Sehr schnelles Wachstum klingt zunächst attraktiv, kann aber auch neue Herausforderungen verursachen. Korallen nehmen sich gegenseitig Licht, kommen miteinander in Kontakt und können sich vernesseln. Gleichzeitig steigt bei vielen Steinkorallen der Verbrauch von KH und Calcium.
Eine große Kolonie benötigt außerdem deutlich mehr Platz als der kleine Ableger, den Du ursprünglich gekauft hast.
Gesundes, kontinuierliches Wachstum ist deshalb wichtiger als maximales Wachstum.
Was passiert, wenn Korallen zu groß werden?
In einem gut laufenden Riffaquarium wird Wachstum irgendwann selbst zum Thema.
Korallen können:
Andere Korallen beschatten
Strömungswege verändern
Mit Nachbarkorallen in Kontakt kommen
Sich gegenseitig vernesseln
Technik oder Scheiben erreichen
Große Bereiche des Riffaufbaus überwachsen
Deshalb solltest Du bereits beim Einsetzen berücksichtigen, wie groß eine Koralle später werden kann.
Bei stark wachsenden Kolonien kann es notwendig werden, sie zurückzuschneiden oder gezielt Ableger zu entnehmen.
Typische Fehler, die Korallenwachstum bremsen
KH ständig stark schwanken lassen
Calcium und Magnesium nicht kontrollieren
Salinität unterschätzen
Nitrat und Phosphat grundsätzlich auf null senken
Beleuchtung ständig verändern
Neue Korallen sofort maximal beleuchten
Korallen häufig umsetzen
Zu starke oder zu schwache Strömung
Unnötig viele Zusätze dosieren
Mehrere Wasserwerte gleichzeitig korrigieren
Wachstum nach wenigen Tagen erwarten
Langsames Wachstum automatisch als Problem ansehen
Wasserwerte im Meerwasseraquarium – Grundlage für gesundes Wachstum
Wasserwerte im Meerwasseraquarium
Wachsende Korallen verändern den Verbrauch Deines Aquariums. In unserem großen Wasserwerte-Ratgeber erklären wir Dir KH, Calcium, Magnesium, Nitrat, Phosphat, Salinität und weitere wichtige Werte sowie deren Zusammenhänge.
Fazit
Korallen wachsen durch die Bildung von neuem Gewebe und neuen Polypen. Steinkorallen bauen zusätzlich ein Calciumcarbonat-Skelett auf, während Weichkorallen ohne ein solches massives Kalkskelett wachsen.
Wie schnell eine Koralle wächst, wird von ihrer Art und Genetik bestimmt, aber auch von Beleuchtung, Strömung, Nährstoffversorgung, Fütterung und Wasserchemie beeinflusst.
Bei Steinkorallen spielen besonders KH und Calcium eine wichtige Rolle für die Kalkbildung. Viele Korallen erhalten außerdem über ihre Zooxanthellen einen erheblichen Teil ihrer Energie aus der Photosynthese, können gleichzeitig aber zusätzliche Nahrung aufnehmen.
Das wichtigste Ziel sollte trotzdem nicht maximales Wachstum sein. Gesunde Korallen wachsen unter stabilen Bedingungen kontinuierlich – und genau diese Stabilität ist langfristig wesentlich wichtiger als der Versuch, durch ständig neue Einstellungen noch ein wenig mehr Wachstum herauszuholen.
Unser Tipp
Beobachte nicht nur Deine Messwerte, sondern auch den Verbrauch Deines Aquariums. Wenn Deine Steinkorallen größer werden, kann besonders der KH- und Calciumverbrauch mit der Zeit deutlich zunehmen.
Fotografiere einzelne Korallen zusätzlich regelmäßig aus derselben Perspektive. So erkennst Du Wachstum wesentlich besser als bei der täglichen Betrachtung.
Und vor allem: Gib Deinen Korallen Zeit. Aus einem kleinen Ableger entsteht keine große Kolonie innerhalb weniger Wochen. Gerade die langfristige Entwicklung eines Riffaquariums macht einen großen Teil seiner Faszination aus.
Haftungsausschluss
Die Inhalte wurden sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt und dienen als Orientierung; individuelle Aquarienbedingungen und Reaktionen der Tiere können abweichen.
