Dichte oder Salzgehalt

Wer neu in die Meerwasseraquaristik einsteigt, begegnet schnell unterschiedlichen Angaben für scheinbar denselben Wasserwert. Mal ist von einer Dichte um 1,02x die Rede, an anderer Stelle von einer Salinität um 35 PSU. Dazu kommen Begriffe wie Salzgehalt, spezifisches Gewicht oder relative Dichte.
Diese Angaben hängen miteinander zusammen, bedeuten aber nicht exakt dasselbe. Für Dein Meerwasseraquarium ist deshalb weniger entscheidend, welche Bezeichnung Du verwendest, sondern dass Du weißt, was Dein Messgerät tatsächlich misst und wie Du den Wert richtig interpretierst.
Wie Du die Salinität mit Refraktometer, Spindel oder digitalem Messgerät zuverlässig bestimmst, erklären wir Dir ausführlich unter Salinität richtig messen.

Was bedeutet Salzgehalt beziehungsweise Salinität?
Die Salinität beschreibt vereinfacht den Salzgehalt des Meerwassers. Natürliches Meerwasser enthält neben Natriumchlorid zahlreiche weitere gelöste Salze und Elemente.
Für viele tropische Riffaquarien ist eine Salinität um 35 PSU eine gute Orientierung.
Dabei ist eine möglichst stabile Salinität wichtiger als das ständige Nachregeln auf eine bestimmte Nachkommastelle. Schnelle oder größere Veränderungen können Korallen, Fische und empfindliche Wirbellose belasten.

Was bedeutet PSU?
PSU steht für Practical Salinity Unit und wird in der Aquaristik häufig zur Angabe der Salinität verwendet.
In der Praxis begegnen Dir deshalb beispielsweise Angaben wie 34 oder 35 PSU.
Für die tägliche Aquarienpflege ist vor allem wichtig, dass Du bei derselben Messmethode bleibst und Veränderungen zuverlässig erkennst. Ein Aquarium muss nicht permanent auf eine vermeintlich perfekte Nachkommastelle korrigiert werden.

Was bedeutet Dichte?
Die Dichte beschreibt das Verhältnis von Masse zu Volumen.
Bei Meerwasser wird sie unter anderem durch die Menge der gelösten Salze beeinflusst. Je mehr Salz im Wasser gelöst ist, desto höher ist grundsätzlich auch seine Dichte.
Der entscheidende Unterschied zur Salinität: Die Dichte ist temperaturabhängig.
Wird Wasser wärmer, verändert sich sein Volumen und damit seine Dichte. Die Menge der gelösten Salze hat sich allein durch die Temperaturänderung jedoch nicht verändert.
Deshalb musst Du bei einer Dichtemessung immer berücksichtigen, für welche Bezugstemperatur Dein Messgerät vorgesehen ist.

Sind Dichte und spezifisches Gewicht dasselbe?
Nein. Diese Begriffe werden in der Meerwasseraquaristik häufig vermischt.
Die physikalische Dichte besitzt eine Einheit, beispielsweise g/cm³ oder kg/l. Das spezifische Gewicht beziehungsweise die relative Dichte beschreibt dagegen ein Verhältnis zu einem Referenzwert und ist dimensionslos.
Viele aquaristische Messgeräte verwenden Skalen mit Werten im Bereich von etwa 1,02x. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Zahl, sondern welche Messgröße und Bezugstemperatur der Hersteller für das jeweilige Gerät angibt.
Genau hier entstehen viele Missverständnisse beim Vergleich verschiedener Tabellen und Messgeräte.

Warum sind Dichte und Salinität nicht dasselbe?
Die Salinität beschreibt die Konzentration beziehungsweise Zusammensetzung der gelösten Salze. Die Dichte beschreibt dagegen eine physikalische Eigenschaft des Wassers, die unter anderem von Salzgehalt und Temperatur beeinflusst wird.
Ein einfaches Beispiel: Erwärmst Du Meerwasser in einem geschlossenen System, ohne Wasser oder Salz hinzuzufügen beziehungsweise zu entfernen, bleibt die Salinität praktisch gleich. Die Dichte verändert sich jedoch mit der Temperatur.
Deshalb darfst Du beide Begriffe nicht einfach gleichsetzen.

Welche Salinität ist im Meerwasseraquarium sinnvoll?
Für viele tropische Riffaquarien ist eine Salinität um 35 PSU eine gute Orientierung.
Viel wichtiger als das exakte Treffen einer einzelnen Zahl ist jedoch die Stabilität. Korallen und andere Meerestiere leben in einem vergleichsweise konstanten Milieu und können auf schnelle Veränderungen empfindlich reagieren.
Wie Salinität, Karbonathärte (KH), Calcium, Magnesium, Nitrat, Phosphat und pH-Wert zusammenhängen, erklären wir Dir unter Wasserwerte im Meerwasseraquarium.

Welche Dichte entspricht 35 PSU?
Hier solltest Du mit pauschalen Umrechnungen vorsichtig sein.
Die häufig anzutreffende Aussage „35 PSU entsprechen immer exakt einer Dichte von 1,023“ ist zu stark vereinfacht.
Welcher Dichtewert beziehungsweise welcher 1,0xx-Wert einer bestimmten Salinität entspricht, hängt unter anderem von Temperatur, Bezugstemperatur und davon ab, welche Messgröße das verwendete Gerät tatsächlich anzeigt.
Verwendest Du eine Spindel, solltest Du Dich deshalb an deren Skala, Bezugstemperatur und Herstellerangaben orientieren.
Versuche nicht, unterschiedliche Tabellenwerte ohne Kenntnis dieser Voraussetzungen miteinander zu vergleichen.

Warum ist die Temperatur bei der Dichtemessung so wichtig?
Die Dichte von Meerwasser verändert sich mit der Temperatur.
Eine hochwertige Meerwasser-Spindel beziehungsweise ein Aräometer besitzt deshalb eine festgelegte Bezugstemperatur. Wird deutlich außerhalb dieser Temperatur gemessen, muss dies bei der Interpretation berücksichtigt werden.
Die Salinität verändert sich dagegen nicht allein dadurch, dass das Wasser wärmer oder kälter wird.
Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, ob Dein Gerät Dichte, relative Dichte oder Salinität anzeigt.

Wie kannst Du Dichte oder Salinität messen?
In der Meerwasseraquaristik werden hauptsächlich drei Methoden eingesetzt:
Spindel beziehungsweise Aräometer
Refraktometer
Digitale Messgeräte
Alle Verfahren können bei hochwertiger Ausführung und richtiger Anwendung zuverlässige Ergebnisse liefern.
Welche Methode besser zu Dir passt, erklären wir ausführlich in unserer Kaufberatung Refraktometer oder Spindel?.

Wie funktioniert eine Meerwasser-Spindel?
Eine Spindel nutzt den Auftrieb im Wasser. Abhängig von der Dichte taucht sie unterschiedlich tief ein und ermöglicht das Ablesen des entsprechenden Wertes.
Eine hochwertige große Glas-Spindel kann sehr präzise und reproduzierbar messen.
Wichtig sind:
Passende Wassertemperatur
Ausreichend großes Messgefäß
Spindel muss frei schwimmen
Keine Luftblasen an der Spindel
Saubere Spindel ohne Salzablagerungen
Korrektes Ablesen auf Augenhöhe
Bezugstemperatur des Herstellers beachten
Eine Spindel benötigt keine elektronische Kalibrierung, muss aber trotzdem korrekt angewendet werden.

Wie funktioniert ein Refraktometer?
Ein Refraktometer arbeitet mit der Lichtbrechung einer kleinen Wasserprobe. Gelöste Salze verändern den Brechungsindex, aus dem das Gerät einen entsprechenden Skalenwert ableitet.
Ein Refraktometer benötigt nur wenige Tropfen Wasser und ermöglicht eine schnelle Messung.
Entscheidend ist jedoch eine korrekte Kalibrierung. Für Meerwassermessungen ist eine geeignete Referenzlösung im Bereich der späteren Messung sinnvoll.
Wie Du typische Fehler bei beiden Messmethoden vermeidest, erklären wir Dir unter Salinität richtig messen.

Sind digitale Messgeräte automatisch genauer?
Nein. Eine digitale Anzeige mit mehreren Nachkommastellen bedeutet nicht automatisch eine genauere Messung.
Auch digitale Geräte können durch falsche Kalibrierung, verschmutzte Sensoren, Temperaturunterschiede oder ungeeignete Referenzlösungen falsche Werte anzeigen.
Entscheidend sind Qualität, regelmäßige Kontrolle und reproduzierbare Messungen.
Ein einfaches hochwertiges Messgerät, das Du korrekt verwendest, ist häufig sinnvoller als ein technisch aufwendigeres Gerät, dessen Messprinzip oder Kalibrierung Du nicht kontrollierst.

Warum zeigen zwei Messgeräte unterschiedliche Werte?
Das ist nicht ungewöhnlich.
Eine Spindel arbeitet über den Auftrieb, ein Refraktometer über die Lichtbrechung und ein digitales Gerät kann je nach Bauart beispielsweise Leitfähigkeit oder Brechungsindex messen.
Zusätzlich beeinflussen:
Kalibrierung
Temperatur
Bezugstemperatur
Verschmutzungen
Messgenauigkeit
Ablesefehler
Unterschiedliche Skalen
das Ergebnis.
Korrigiere Dein Aquarium deshalb nicht ständig aufgrund kleinster Unterschiede zwischen zwei Geräten.
Wenn ein Messwert ungewöhnlich erscheint, kontrolliere zuerst das Messgerät und wiederhole die Messung.

Refraktometer oder Spindel – was ist besser?
Beide Methoden können zuverlässig funktionieren.
Wir bevorzugen bei Korallenland eine hochwertige große Meerwasser-Spindel, weil sie bei richtiger Anwendung eine sehr einfache und nachvollziehbare Kontrollmessung ermöglicht.
Ein hochwertiges und korrekt kalibriertes Refraktometer ist ebenfalls gut geeignet und besonders praktisch, wenn Du schnell mit einer kleinen Wasserprobe messen möchtest.
Welche Vor- und Nachteile beide Methoden haben, findest Du ausführlich unter Refraktometer oder Spindel?.

Warum steigt die Salinität durch Verdunstung?
Beim Verdunsten verlässt praktisch nur Wasser das Aquarium. Die gelösten Salze bleiben zurück.
Dadurch steigt die Salzkonzentration im verbleibenden Wasser.
Verdunstetes Wasser wird deshalb ausschließlich mit geeignetem Süßwasser beziehungsweise Osmosewasser ausgeglichen – niemals mit fertig angesetztem Meerwasser.
Eine automatische Nachfüllanlage kann helfen, tägliche Schwankungen deutlich zu reduzieren.

Warum solltest Du für die Nachfüllung Osmosewasser verwenden?
Mit einer Osmoseanlage kannst Du geeignetes Ausgangswasser für Dein Meerwasseraquarium herstellen.
Das ist besonders wichtig, weil Du mit dem Nachfüllwasser ausschließlich das verdunstete Wasser ersetzen möchtest und nicht zusätzlich unerwünschte Salze und andere Stoffe aus Leitungswasser einbringen solltest.
Auch zum Ansetzen von frischem Meerwasser bildet geeignetes Osmosewasser eine kontrollierbare Grundlage.

Was passiert beim Wasserwechsel?
Beim Wasserwechsel sollte das frisch angesetzte Meerwasser möglichst eine ähnliche Salinität wie das Aquarienwasser besitzen.
Besonders bei größeren Wasserwechseln kann eine deutliche Abweichung die Salinität des gesamten Systems verändern.
Kontrolliere deshalb das neue Meerwasser vor dem Wasserwechsel mit derselben Messmethode, die Du auch für Dein Aquarium verwendest.
Achte außerdem auf eine passende Temperatur und darauf, dass das verwendete Meersalz entsprechend den Herstellerangaben vollständig gelöst wurde.
Welches Salz zu Deinem Aquarium passt, erklären wir Dir unter Welches Meersalz ist das richtige?.

Warum beeinflusst die Salinität auch Calcium und Magnesium?
Dieser Zusammenhang wird häufig unterschätzt.
Calcium und Magnesium gehören zu den im Meerwasser gelösten Bestandteilen.
Ist die Salinität deutlich zu niedrig, können bei ansonsten normal zusammengesetztem Meerwasser auch Calcium und Magnesium entsprechend niedriger gemessen werden.
Bevor Du einen vermeintlich zu niedrigen Calcium- oder Magnesiumwert mit großen Dosierungen korrigierst, solltest Du deshalb zuerst die Salinität kontrollieren.
Wenn mehrere Wasserwerte gleichzeitig ungewöhnlich hoch oder niedrig erscheinen, gehört die Salinität zu den ersten Werten, die Du überprüfen solltest.

Beeinflusst die Salinität auch die Karbonathärte?
Auch die Karbonathärte (KH) solltest Du nicht völlig unabhängig von der Zusammensetzung und Salinität des Meerwassers betrachten.
Wenn Du frisch angesetztes Meerwasser beurteilst oder mehrere Werte gleichzeitig ungewöhnlich erscheinen, solltest Du deshalb zuerst kontrollieren, ob das Wasser korrekt angesetzt und die Salinität richtig gemessen wurde.
Große Korrekturen einzelner Werte aufgrund einer möglicherweise falschen Salinitätsmessung können sonst zusätzliche Schwankungen verursachen.

Was tun, wenn die Salinität zu hoch ist?
Kontrolliere zuerst die Messung. Reinige beziehungsweise überprüfe Dein Messgerät und miss erneut.
Bestätigt sich eine zu hohe Salinität, kann ein Teil des Aquariumwassers kontrolliert durch geeignetes Osmosewasser ersetzt werden.
Bei einer größeren Abweichung solltest Du die Salinität nicht unnötig abrupt verändern.
Suche gleichzeitig nach der Ursache:
Verdunstung nicht vollständig ausgeglichen
Nachfüllanlage funktioniert nicht richtig
Verdunstung versehentlich mit Meerwasser ausgeglichen
Wasserwechsel mit zu hoher Salinität durchgeführt
Messfehler
Erst wenn Du die Ursache kennst, kannst Du verhindern, dass der Wert erneut ansteigt.

Was tun, wenn die Salinität zu niedrig ist?
Auch einen zu niedrigen Wert solltest Du zunächst durch eine zweite Messung bestätigen.
Ist die Salinität tatsächlich zu niedrig, kannst Du sie kontrolliert über entsprechend angesetztes Meerwasser erhöhen.
Gib trockenes Meersalz niemals einfach direkt in ein besetztes Riffaquarium, um den Wert schnell anzuheben.
Besonders bei größeren Abweichungen ist eine langsame Anpassung sinnvoll. Korallen, Fische und empfindliche Wirbellose profitieren von möglichst stabilen Bedingungen.

Warum solltest Du die Salinität nicht schnell korrigieren?
Ein Messwert außerhalb des gewünschten Bereichs verleitet schnell zu einer sofortigen großen Korrektur.
Genau das kann zusätzlichen Stress verursachen.
Kontrolliere deshalb zuerst:
Ist die Messung reproduzierbar?
Ist das Messgerät sauber?
Ist ein Refraktometer korrekt kalibriert?
Wurde bei einer Spindel die Bezugstemperatur berücksichtigt?
Hat sich tatsächlich etwas im Aquarium verändert?
Erst danach solltest Du korrigieren.
Das Grundprinzip gilt auch für andere Wasserwerte im Meerwasseraquarium: Eine nachvollziehbare und kontrollierte Anpassung ist meist sinnvoller als hektisches Nachregeln.

Wie oft solltest Du Dichte beziehungsweise Salinität messen?
In einem neuen Aquarium solltest Du zunächst häufiger kontrollieren, bis Du weißt, wie stabil Dein System arbeitet.
Auch nach größeren Wasserwechseln, Veränderungen am Nachfüllsystem oder ungewöhnlich starker Verdunstung ist eine zusätzliche Messung sinnvoll.
Bei einem stabil laufenden Riffaquarium mit zuverlässiger automatischer Nachfüllung können später größere Messabstände ausreichen.
Entscheidend ist, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Welche Messfehler kommen besonders häufig vor?
Refraktometer nicht regelmäßig kontrolliert beziehungsweise kalibriert
Ungeeignete Referenzlösung verwendet
Salzreste auf dem Prisma
Spindel verschmutzt
Luftblasen an der Spindel
Spindel berührt Gefäßwand oder Boden
Falsche Bezugstemperatur
Falsches Ablesen
Unterschiedliche Messgrößen miteinander verglichen
Nach einer einzigen ungewöhnlichen Messung sofort korrigiert
Ein digitaler Wert wird automatisch für genauer gehalten
Viele vermeintliche Probleme mit dem Salzgehalt entstehen tatsächlich durch Messfehler.

Dichte oder Salinität – woran solltest Du Dich orientieren?
Entscheidend ist nicht, dass jeder Meerwasseraquarianer dieselbe Messmethode verwendet.
Verwendest Du eine hochwertige Spindel, kannst Du Dich zuverlässig an der für das Gerät vorgesehenen Dichtemessung und Bezugstemperatur orientieren.
Verwendest Du ein Refraktometer oder ein geeignetes digitales Salinitätsmessgerät, kannst Du Dich an der entsprechenden Salinitätsanzeige orientieren.
Wichtig ist, dass Du Deine Methode verstehst, korrekt anwendest und möglichst konsequent damit arbeitest.
Wechsle nicht ständig zwischen verschiedenen Geräten und korrigiere Dein Aquarium nicht wegen kleinster Abweichungen zwischen unterschiedlichen Messverfahren.

Salinität richtig messen

Salinität richtig messen
Hier zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Refraktometer, Meerwasser-Spindel und digitale Messgeräte funktionieren, welche Fehler besonders häufig auftreten und wie Du zuverlässige Messergebnisse erhältst.

Refraktometer oder Spindel?

Refraktometer oder Spindel?
Beide Messmethoden können funktionieren. In unserer Kaufberatung erklären wir Dir die Unterschiede, Vor- und Nachteile und warum wir bei Korallenland selbst gerne mit einer hochwertigen Meerwasser-Spindel arbeiten.

Wasserwerte immer gemeinsam betrachten

Wasserwerte im Meerwasseraquarium
Salinität, KH, Calcium, Magnesium, Nitrat, Phosphat und pH-Wert hängen direkt oder indirekt miteinander zusammen. Unser großer Wasserwerte-Ratgeber hilft Dir dabei, Messwerte nicht isoliert zu betrachten und unnötige Korrekturen zu vermeiden.

Fazit
Dichte und Salzgehalt hängen eng miteinander zusammen, sind aber nicht dasselbe. Die Salinität beschreibt den Salzgehalt des Meerwassers, während die Dichte eine temperaturabhängige physikalische Größe ist.
Für viele tropische Riffaquarien ist eine Salinität um 35 PSU eine gute Orientierung. Eine pauschale Aussage wie „35 PSU entsprechen immer exakt 1,023“ solltest Du dagegen vermeiden, weil Temperatur, Bezugstemperatur und angezeigte Messgröße berücksichtigt werden müssen.
Ob Du eine hochwertige Meerwasser-Spindel, ein Refraktometer oder ein digitales Messgerät verwendest, ist weniger entscheidend als eine korrekte und reproduzierbare Messung.
Kontrolliere auffällige Werte immer ein zweites Mal und vermeide schnelle Korrekturen. Eine stabile Salinität ist für Dein Aquarium wesentlich wichtiger als die Jagd nach der vermeintlich perfekten Nachkommastelle.

Unser Tipp
Entscheide Dich für eine zuverlässige Messmethode und lerne sie genau kennen.
Wenn Du ein Refraktometer verwendest, kontrolliere regelmäßig die Kalibrierung mit einer geeigneten Referenzlösung. Bei einer Spindel achtest Du besonders auf Bezugstemperatur, freie Schwimmlage und Luftblasen.
Gleiche Verdunstungsverluste ausschließlich mit geeignetem Osmosewasser aus und überprüfe die Salinität des frisch angesetzten Meerwassers vor größeren Wasserwechseln.
So vermeidest Du unnötige Schwankungen und schaffst stabile Bedingungen für Dein Riffaquarium.

Haftungsausschluss
Die Inhalte wurden sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt und dienen als Orientierung; individuelle Aquarienbedingungen und Reaktionen der Tiere können abweichen.

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Gerd Raabe
Korallenland by Raabe Aquaristik
Ruffinstr. 6 • 94575 Windorf • Deutschland
Tel.: +49 (0)8546 973568 • E-Mail: info@korallenland.de

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