Psammocora – Die robuste SPS-Koralle für Dein Meerwasseraquarium
Psammocora ist eine interessante und oft unterschätzte SPS-Koralle für das Meerwasseraquarium. Sie gehört zu den kleinpolypigen Steinkorallen und bildet je nach Art oder Variante flächige, krustenartige, plattenförmige oder leicht verzweigte Wuchsformen aus.
Besonders beliebt ist Psammocora wegen ihrer schönen Farben und der feinen Struktur. Viele Tiere zeigen grüne, gelbe, orangefarbene oder mehrfarbige Zeichnungen und können unter Blaulicht sehr attraktiv fluoreszieren. Im Vergleich zu vielen empfindlicheren SPS-Korallen gilt Psammocora als recht robust und ist deshalb auch für Aquarianer interessant, die erste Erfahrungen mit SPS sammeln möchten.
Herkunft
Psammocora stammt aus tropischen Riffgebieten des Indopazifiks. In der Natur wächst sie auf festem Untergrund, an Riffhängen, in Lagunen und in Bereichen mit guter Wasserbewegung.
Je nach Standort kommt sie sowohl in helleren als auch in etwas geschützteren Zonen vor.
Haltung
Psammocora gilt als relativ robuste SPS-Koralle, benötigt aber trotzdem stabile Bedingungen.
Sie eignet sich gut für eingefahrene Meerwasseraquarien mit stabilen Wasserwerten, ausreichender Beleuchtung und guter Strömung. Im Vergleich zu empfindlichen Acropora-Arten ist Psammocora meist deutlich toleranter, sollte aber nicht wie eine einfache Weichkoralle behandelt werden.
Wichtig sind vor allem stabile KH-Werte, sauberes Wasser und keine starken Schwankungen.
Beleuchtung
Psammocora bevorzugt mittlere bis starke Beleuchtung.
Geeignet sind ungefähr PAR-Werte zwischen 120 und 250.
Bei zu wenig Licht kann das Wachstum langsamer werden und die Farbe nachlassen. Neue Tiere sollten aber nicht sofort unter maximale Beleuchtung gesetzt werden. Eine langsame Lichtgewöhnung ist sinnvoll, besonders wenn die Koralle vorher schwächer beleuchtet wurde.
Strömung
Ideal ist eine mittlere bis kräftige, wechselnde Strömung.
Die Strömung sollte dafür sorgen, dass die Koralle gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und sich keine Ablagerungen auf der Oberfläche sammeln. Eine direkte, harte Dauerströmung sollte vermieden werden.
Wechselnde Strömung ist besonders gut, da sie dem natürlichen Riffumfeld näherkommt und gleichmäßiges Wachstum unterstützt.
Platzierung
Psammocora fühlt sich meist im mittleren bis oberen Bereich des Aquariums wohl.
Sie sollte auf einem festen Stein oder Ablegerplatz positioniert werden, an dem sie genügend Licht und Strömung bekommt. Da viele Psammocora eher flächig oder krustig wachsen, sollte etwas Platz zum Ausbreiten eingeplant werden.
Zu stark nesselnden LPS-Korallen sollte ausreichend Abstand gehalten werden.
Fütterung
Eine gezielte Fütterung ist bei Psammocora normalerweise nicht zwingend notwendig.
Die Koralle versorgt sich hauptsächlich über ihre Zooxanthellen. Zusätzlich kann sie von feinen Schwebstoffen und sehr kleinem Plankton profitieren.
Geeignet sind gelegentlich:
- feines Staubfutter
- Phytoplankton
- Zooplankton
- Aminosäuren
- sehr feines Korallenfutter
Wichtig ist, nicht zu stark zu füttern, damit die Wasserwerte stabil bleiben.
Empfohlene Wasserwerte
- Temperatur: 24–26 °C
- Salzgehalt: 34–35 PSU
- KH: 7–8,5 dKH
- Calcium: 420–450 mg/l
- Magnesium: 1.250–1.350 mg/l
- Nitrat: 2–10 mg/l
- Phosphat: 0,03–0,08 mg/l
Wie bei vielen SPS-Korallen ist ein stabiler KH-Wert besonders wichtig. Starke Schwankungen können schnell zu Stress, Farbverlust oder Geweberückgang führen.
Besonderheiten
- Robuste SPS-Koralle
- Feine, attraktive Oberflächenstruktur
- Oft schöne fluoreszierende Farben
- Krustiges, flächiges oder plattenartiges Wachstum
- Gut für SPS-Einsteiger geeignet
- Benötigt stabile Wasserwerte
- Mag mittlere bis kräftige Strömung
- Meist toleranter als viele Acropora-Arten
Wachstum
Psammocora wächst meist eher flächig und kann mit der Zeit größere Bereiche des Riffaufbaus überziehen. Manche Varianten entwickeln auch leicht erhabene oder verzweigte Strukturen.
Das Wachstum ist in der Regel nicht extrem schnell, aber bei stabilen Bedingungen zuverlässig. Besonders schöne Kolonien entstehen, wenn die Koralle ausreichend Platz bekommt und nicht ständig umgesetzt wird.
Vergesellschaftung
Psammocora lässt sich gut mit vielen anderen Korallen in einem Mischriff kombinieren.
Geeignet sind zum Beispiel:
- andere robuste SPS-Korallen
- LPS-Korallen mit ausreichend Abstand
- Weichkorallen
- Scheibenanemonen
- Krustenanemonen
- Garnelen
- Schnecken
- Einsiedlerkrebse
- friedliche Fische
Direkter Kontakt mit stark nesselnden Korallen sollte vermieden werden. Besonders Euphyllia, Galaxea, Hydnophora oder aggressive LPS können Psammocora bei Berührung schädigen.
Typische Probleme
Mögliche Probleme bei Psammocora sind:
- Farbverlust bei zu wenig Licht
- Geweberückgang bei instabiler KH
- Ablagerungen durch zu schwache Strömung
- Stress durch zu schnelle Lichtumstellung
- Vernesselung durch Nachbarkorallen
- zu niedrige Nährstoffe
- starke Schwankungen der Wasserwerte
Wenn Psammocora ihre Farbe verliert oder Gewebe zurückgeht, sollten vor allem KH, Licht, Strömung und Nährstoffe überprüft werden.
Unser Tipp
Psammocora ist eine tolle SPS-Koralle, wenn Du eine robuste, farbenfrohe und nicht ganz so empfindliche Steinkoralle suchst. Setze sie in den mittleren bis oberen Bereich, sorge für gute wechselnde Strömung und achte besonders auf stabile Wasserwerte. Dann kann sie sich zu einer wunderschönen, flächig wachsenden SPS-Kolonie entwickeln.
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