Welches Korallenfutter passt? Die Kaufberatung für Dein Meerwasseraquarium
Korallen beziehen einen Großteil ihrer Energie über ihre Zooxanthellen. Dennoch profitieren viele Arten von einer zusätzlichen Fütterung. Das richtige Korallenfutter kann das Wachstum fördern, die Farben intensivieren und die Polypenexpansion verbessern.
Doch welches Korallenfutter ist das richtige? Die Auswahl reicht von Staubfutter über Plankton bis hin zu Aminosäuren und flüssigen Nährstoffpräparaten. In dieser Kaufberatung erfährst Du, welches Futter zu Deinen Korallen passt.
Müssen Korallen überhaupt gefüttert werden?
Nicht jede Koralle ist auf eine regelmäßige Fütterung angewiesen.
Viele Weichkorallen und zahlreiche SPS-Korallen decken ihren Energiebedarf überwiegend über Licht und gelöste Nährstoffe.
Andere Arten profitieren dagegen deutlich von einer gezielten Fütterung, insbesondere:
- LPS-Korallen
- Goniopora
- Alveopora
- Tubastraea
- Azooxanthelle Korallen
- Röhrenkorallen
Eine passende Fütterung unterstützt das Wachstum und stärkt die Vitalität.
Die verschiedenen Arten von Korallenfutter
Staubfutter
Feines Staubfutter eignet sich hervorragend für viele SPS- und LPS-Korallen.
Vorteile:
- feine Partikel
- einfache Dosierung
- gute Verteilung im Aquarium
- ideal für Filtrierer
Phytoplankton
Phytoplankton dient vor allem als Nahrung für Filtrierer und unterstützt zusätzlich die Mikrofauna im Aquarium.
Geeignet für:
- Röhrenwürmer
- Muscheln
- Schwämme
- viele Weichkorallen
- Zooplankton als indirekte Nahrungsquelle
Zooplankton
Zooplankton besitzt größere Partikel und wird besonders von LPS-Korallen aufgenommen.
Geeignet für:
- Euphyllia
- Acanthastrea
- Blastomussa
- Trachyphyllia
- Duncanopsammia
- viele Goniopora
Frostfutter
Größere LPS-Korallen nehmen gelegentlich auch feines Frostfutter auf.
Geeignet sind beispielsweise:
- Artemia
- Mysis
- Lobstereier
- fein gehacktes Muschelfleisch
Das Futter sollte möglichst gezielt angeboten werden.
Aminosäuren
Aminosäuren sind kein klassisches Futter, können aber insbesondere in nährstoffarmen Aquarien das Wachstum und die Färbung vieler Korallen unterstützen.
Sie eignen sich vor allem für:
- SPS-Korallen
- LPS-Korallen
- Mischriffe mit geringem Nährstoffgehalt
Flüssige Korallenfutter
Flüssigfutter enthält meist sehr feine organische Bestandteile und eignet sich für viele Korallen sowie Filtrierer.
Die Dosierung sollte immer entsprechend der Herstellerangaben erfolgen, um unnötige Nährstoffeinträge zu vermeiden.
Welches Futter passt zu welcher Koralle?
SPS-Korallen
Empfohlen:
- feines Staubfutter
- Aminosäuren
- Phytoplankton (indirekt)
LPS-Korallen
Empfohlen:
- Zooplankton
- Frostfutter
- Staubfutter
- spezielle LPS-Futtermischungen
Weichkorallen
Empfohlen:
- feines Staubfutter
- Phytoplankton
- Flüssigfutter
Filtrierer
Empfohlen:
- Phytoplankton
- feines Staubfutter
- Bakterienplankton
Wie oft solltest Du füttern?
Weniger ist oft mehr.
Als Orientierung:
- 1 bis 3 Mal pro Woche reicht für die meisten Aquarien vollkommen aus.
- Bei anspruchsvollen Korallen kann häufiger in kleineren Mengen gefüttert werden.
Entscheidend ist, dass die Wasserwerte stabil bleiben und Nitrat sowie Phosphat nicht unnötig ansteigen.
Ziel- oder Broadcastfütterung?
Zielfütterung
Das Futter wird mit einer Pipette oder Futterpipette direkt auf die Koralle gegeben.
Vorteile:
- gezielte Versorgung
- geringere Wasserbelastung
- besonders effektiv bei LPS
Broadcastfütterung
Das Futter wird im gesamten Aquarium verteilt.
Vorteile:
- einfache Anwendung
- Versorgung aller Filtrierer
- natürliche Futterverteilung
Viele Aquarianer kombinieren beide Methoden.
Typische Fehler
Diese Fehler solltest Du vermeiden:
- zu große Futtermengen
- tägliche Überfütterung
- ungeeignete Partikelgröße
- ausschließlich Korallen füttern und Wasserwerte vernachlässigen
- zu seltene Kontrolle von Nitrat und Phosphat
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fütterung und Wasserqualität ist entscheidend für den langfristigen Erfolg.
Unser Tipp
Es gibt kein Korallenfutter, das für alle Arten gleichermaßen geeignet ist. Richte Deine Auswahl nach dem Besatz Deines Aquariums. Ein hochwertiges Staubfutter bildet für viele Riffaquarien eine gute Grundlage. Ergänzend können Phytoplankton, Zooplankton oder Aminosäuren sinnvoll sein. Beobachte Deine Korallen genau und passe die Fütterung an ihr Verhalten und Deine Wasserwerte an.
Bei Korallenland findest Du hochwertiges Korallenfutter für SPS-, LPS- und Weichkorallen sowie eine persönliche Beratung, welches Futter am besten zu Deinem Aquarium passt.
