PAR-Werte einfach erklärt

Wie hell ist es eigentlich wirklich an Deiner Koralle? Genau diese Frage lässt sich mit dem Auge erstaunlich schlecht beantworten. Besonders moderne blau betonte LED-Beleuchtungen können für uns relativ dunkel wirken und trotzdem eine hohe Lichtintensität erzeugen. Umgekehrt kann ein Aquarium optisch sehr hell erscheinen, obwohl an einer bestimmten Stelle des Riffs deutlich weniger nutzbares Licht ankommt als erwartet.
Hier helfen PAR-Werte. Sie zeigen Dir, wie viel photosynthetisch nutzbares Licht an einem bestimmten Punkt im Aquarium tatsächlich ankommt. Damit kannst Du Deine Beleuchtung objektiver beurteilen und Korallen wesentlich gezielter richtig platzieren.
PAR ist dabei kein perfekter „Korallenwert“ und sagt nicht alles über eine Beleuchtung aus. Für die praktische Meerwasseraquaristik gehört eine PAR-Messung trotzdem zu den sinnvollsten Möglichkeiten, die tatsächliche Lichtintensität im Riff zu beurteilen.

Was bedeutet PAR?
PAR steht für „Photosynthetically Active Radiation“, auf Deutsch „photosynthetisch aktive Strahlung“.
Gemeint ist der Lichtbereich, der grundsätzlich für Photosynthese genutzt werden kann.
PAR umfasst üblicherweise Licht mit Wellenlängen von ungefähr 400 bis 700 Nanometern.
Für Dein Meerwasseraquarium ist dieser Bereich interessant, weil viele Korallen mit photosynthetischen Symbiosepartnern zusammenleben.

Warum ist PAR für Korallen wichtig?
Viele Korallen leben mit sogenannten Zooxanthellen in ihrem Gewebe.
Diese mikroskopisch kleinen Symbiosepartner betreiben Photosynthese.
Dafür benötigen sie Licht.
Vereinfacht gesagt:
Licht trifft auf die Koralle
Zooxanthellen nutzen einen Teil dieses Lichts für Photosynthese
Dabei entstehen energiereiche Verbindungen
Ein Teil davon steht der Koralle zur Verfügung
Deshalb beeinflusst die Lichtintensität wesentlich die Energieversorgung vieler Korallen.

Was misst ein PAR-Messgerät?
Ein PAR-Messgerät zählt vereinfacht gesagt die Anzahl geeigneter Lichtteilchen beziehungsweise Photonen, die innerhalb einer bestimmten Zeit auf eine bestimmte Fläche treffen.
Die Einheit lautet:
µmol/m²/s
Ausgesprochen bedeutet das Mikromol Photonen pro Quadratmeter und Sekunde.
Für den Alltag musst Du Dir diese Einheit nicht merken.
Wichtiger ist:
50 PAR bedeutet wenig Licht
150 PAR bedeutet deutlich mehr Licht
300 PAR bedeutet noch einmal wesentlich höhere Lichtintensität
Dadurch kannst Du unterschiedliche Stellen im Aquarium miteinander vergleichen.

PAR ist nicht dasselbe wie Helligkeit
Das menschliche Auge beurteilt Licht völlig anders als eine Koralle beziehungsweise deren photosynthetische Symbiosepartner.
Unser Auge reagiert besonders empfindlich auf bestimmte sichtbare Wellenlängen.
Meerwasser-Beleuchtungen besitzen dagegen häufig einen hohen Blauanteil.
Dadurch kann eine Lampe für uns relativ dunkel wirken und trotzdem einen hohen PAR-Wert erzeugen.
Deshalb solltest Du die Lichtleistung eines Riffaquariums nicht nach Deinem persönlichen Helligkeitsempfinden einstellen.

Warum kann blaues Licht täuschen?
Unser Auge nimmt blaues Licht anders wahr als beispielsweise grünes oder gelbliches Licht.
Eine blau dominierte Riffbeleuchtung kann deshalb subjektiv weniger hell erscheinen.
Das verleitet schnell dazu, die Leistung unnötig weiter zu erhöhen.
Eine PAR-Messung zeigt Dir dagegen, wie viel photosynthetisch nutzbare Strahlung tatsächlich an der Koralle ankommt.
Gerade bei leistungsstarken modernen LEDs ist das ein großer Vorteil.

PAR ist nicht dasselbe wie Watt
Die Wattzahl einer LED zeigt Dir hauptsächlich, wie viel elektrische Leistung die Leuchte aufnimmt beziehungsweise welche Leistungsgröße sie besitzt.
Sie sagt Dir nicht zuverlässig, wie viel Licht an einer konkreten Koralle ankommt.
Zwei Lampen mit gleicher Wattzahl können sich deutlich unterscheiden durch:
LED-Chips
Optiken
Linsen
Reflektoren
Spektrum
Abstrahlwinkel
Montagehöhe
Lichtverteilung
Effizienz
Deshalb ist die Frage „Wie viele Watt braucht mein Aquarium?“ nur begrenzt hilfreich.
Ausführlicher erklären wir das unter Wie viel Lichtleistung braucht mein Meerwasseraquarium?.

Warum ist PAR besser als Watt?
Mit PAR misst Du dort, wo es wirklich interessant ist: an der Koralle.
Du kannst beispielsweise feststellen:
Oben auf dem Riff kommt viel Licht an
In der Mitte deutlich weniger
Unter einer großen Koralle entsteht Schatten
Am Bodengrund ist die Lichtintensität geringer
Genau diese Informationen helfen Dir bei der richtigen Platzierung Deiner Korallen.

Wie viel PAR brauchen Korallen?
Darauf gibt es keine einzige richtige Zahl.
Der Lichtbedarf hängt unter anderem ab von:
Korallengruppe
Korallenart
Bisheriger Gewöhnung
Wassertiefe
Spektrum
Nährstoffversorgung
Gesundheitszustand
Dauer der Beleuchtung
Selbst zwei Korallen derselben groben Gruppe können unterschiedliche Lichtansprüche besitzen.
Deshalb solltest Du PAR-Bereiche immer als Orientierung und nicht als feste Grenzwerte verstehen.

Grobe Orientierung für PAR-Werte
Als einfache Orientierung können folgende Bereiche hilfreich sein:
Wenig Licht: ungefähr 50–100 PAR
Mittlere Lichtintensität: ungefähr 100–200 PAR
Stärkere Beleuchtung: ungefähr 200–300 PAR
Sehr hohe Lichtintensität: ab ungefähr 300 PAR
Diese Bereiche sind keine festen Vorschriften.
Eine Koralle kann je nach Art und Gewöhnung auch außerhalb ihres vermeintlich typischen Bereichs hervorragend wachsen.

Warum sind feste PAR-Zahlen problematisch?
Die Aussage „Diese Koralle braucht genau 250 PAR“ vermittelt eine Genauigkeit, die es in der Praxis meist nicht gibt.
Eine Koralle reagiert nicht nur auf einen einzelnen PAR-Wert.
Wichtig sind gleichzeitig:
Spektrum
Beleuchtungsdauer
Wasserwerte
Nährstoffe
Strömung
Bisherige Lichtgewöhnung
Gesundheitszustand
Deshalb sollte ein PAR-Wert immer im Zusammenhang mit dem gesamten Aquarium betrachtet werden.

Welche Korallen kommen mit weniger Licht zurecht?
Viele Korallen benötigen keine extrem hohe Beleuchtung.
Auch mit moderater Lichtintensität lässt sich ein farbenfrohes Riffaquarium pflegen.
Besonders interessant sind solche Tiere für:
Bodenzonen
Randbereiche
Teilweise abgeschattete Bereiche
Aquarien mit moderater LED-Leistung
Welche Korallen dafür geeignet sein können, findest Du in unserer Kaufberatung Welche Korallen eignen sich für wenig Licht?.

Welche Korallen vertragen viel Licht?
Andere Korallen stammen aus sehr lichtreichen Riffbereichen und können entsprechend hohe Lichtintensitäten nutzen.
Das bedeutet trotzdem nicht, dass Du eine neue Koralle sofort unter die stärkste Stelle Deiner Lampe setzen solltest.
Auch lichthungrige Arten müssen an deutlich stärkere Bedingungen gegebenenfalls langsam angepasst werden.
Passende Arten findest Du unter Welche Korallen für viel Licht?.

SPS und PAR-Werte
Viele SPS-Korallen kommen mit mittleren bis hohen Lichtintensitäten gut zurecht.
Gerade stark lichtliebende SPS werden deshalb häufig in den oberen beziehungsweise stärker beleuchteten Bereichen des Riffs gepflegt.
Das heißt aber nicht:
Jede SPS braucht extrem viel Licht.
Und es bedeutet auch nicht:
Mehr PAR erzeugt automatisch bessere Farben.
Die konkrete Art und ihre Gewöhnung bleiben entscheidend.

LPS und PAR-Werte
Viele LPS-Korallen kommen mit moderater Lichtintensität sehr gut zurecht.
Ein häufiger Fehler besteht darin, eine LPS unter immer stärkeres Licht zu setzen, weil man sich intensivere Farben oder schnelleres Wachstum erhofft.
Zu viel Licht kann jedoch genauso Stress verursachen wie zu wenig.
Der Standort sollte deshalb anhand der konkreten Koralle ausgewählt werden.

Weichkorallen und PAR-Werte
Viele Weichkorallen sind hinsichtlich der Lichtintensität vergleichsweise tolerant.
Das bedeutet aber nicht, dass Licht für sie unwichtig wäre.
Auch bei Weichkorallen solltest Du auf:
Ausreichende Beleuchtung
Passende Lichtverteilung
Keine extreme Überbelichtung
Keine dauerhafte starke Abschattung
achten.

Warum ist „SPS oben, LPS unten“ zu einfach?
Diese Regel kann für einen ersten groben Überblick hilfreich sein, wird der Vielfalt der Korallen aber nicht gerecht.
Entscheidend ist die tatsächliche Lichtintensität.
Ein hoher Riffbereich kann durch eine andere Koralle beschattet sein und weniger PAR erhalten als ein tiefer gelegener Bereich direkt unter einer gut ausgerichteten LED.
Deshalb ist die richtige Korallen-Platzierung wichtiger als die reine Höhe im Aquarium.

Warum unterscheiden sich PAR-Werte im selben Aquarium so stark?
Das Licht wird im Aquarium nicht überall gleich verteilt.
Unterschiede entstehen unter anderem durch:
Entfernung zur Lampe
Position unter der LED
Riffaufbau
Überhänge
Korallen
Aquarientiefe
Wasseroberfläche
Streben und Abdeckungen
Optik der Beleuchtung
Montagehöhe
Dadurch kann ein Aquarium gleichzeitig sehr helle und sehr schattige Bereiche besitzen.

Was bedeutet Lichtverteilung?
Eine gute Beleuchtung sollte nicht nur direkt unter der Lampe hohe Werte erzeugen.
Wichtig ist, dass die nutzbare Fläche möglichst sinnvoll ausgeleuchtet wird.
Eine Lampe mit extrem hohem PAR-Wert in der Mitte kann ungeeignet sein, wenn die Randbereiche gleichzeitig stark unterversorgt sind.
Deshalb ist eine gute Lichtverteilung häufig wichtiger als ein einzelner Rekordwert.

Warum ist ein extrem hoher Spitzenwert nicht automatisch gut?
Angenommen, Du misst direkt unter der Lampe 500 PAR, an den meisten anderen Riffstellen aber nur 80 PAR.
Dann besitzt Du zwar einen sehr hellen Punkt, aber keine gleichmäßige Ausleuchtung.
Für ein Riff mit Korallen an vielen unterschiedlichen Standorten kann eine gleichmäßigere Verteilung wesentlich sinnvoller sein.
Beurteile deshalb immer das gesamte Aquarium.

Wie erstellst Du eine PAR-Karte Deines Aquariums?
Miss mehrere typische Standorte.
Zum Beispiel:
Oben links
Oben Mitte
Oben rechts
Mittlerer Riffbereich links
Mittlerer Riffbereich Mitte
Mittlerer Riffbereich rechts
Bodengrund links
Bodengrund Mitte
Bodengrund rechts
Zusätzlich kannst Du besonders interessante Korallenstandorte messen.
So entsteht eine einfache Lichtkarte Deines Riffs.

Warum ist eine PAR-Karte so hilfreich?
Wenn Du später eine neue Koralle einsetzen möchtest, kennst Du bereits die ungefähren Lichtbereiche.
Statt zu überlegen:
„Sieht diese Stelle hell genug aus?“
kannst Du sagen:
„Hier habe ich ungefähr 120 PAR, dort ungefähr 250 PAR.“
Das macht die Korallen-Platzierung wesentlich nachvollziehbarer.

Wie misst Du PAR richtig?
Für möglichst vergleichbare Ergebnisse solltest Du:
Beleuchtung im normalen Tagesbetrieb messen
Sensor möglichst waagerecht halten
Sensor an der tatsächlichen Korallenposition platzieren
Nicht selbst unnötig Schatten auf den Sensor werfen
Mehrere Stellen messen
Messbedingungen dokumentieren
Bei stark schwankenden Werten mehrere Sekunden beobachten
Die Messung muss nicht auf die letzte Nachkommastelle perfekt sein.
Für die Praxis ist eine reproduzierbare Messung wichtiger.

Warum sollte der Sensor an der Koralle messen?
Eine Messung direkt unter der Wasseroberfläche hilft wenig, wenn Deine Koralle 40 Zentimeter tiefer steht.
Entscheidend ist der PAR-Wert dort, wo das Korallengewebe tatsächlich Licht bekommt.
Miss deshalb möglichst auf Höhe des späteren beziehungsweise aktuellen Standorts.

Warum schwankt der Messwert unter Wasser?
Durch die bewegte Wasseroberfläche wird Licht ständig gebrochen und gebündelt.
Dadurch kann der angezeigte PAR-Wert leicht schwanken.
Das ist normal.
Warte kurz und orientiere Dich an einem sinnvollen Mittelbereich statt an einem einzelnen Sekundenwert.

Solltest Du die Strömungs-Pumpen beim Messen ausschalten?
Normalerweise musst Du das nicht zwingend.
Die bewegte Oberfläche gehört zu den normalen Bedingungen Deines Aquariums.
Wenn die Messung dadurch stark schwankt, kannst Du mehrere Werte beobachten und einen repräsentativen Bereich verwenden.
Wichtig ist vor allem, bei späteren Vergleichsmessungen möglichst ähnlich vorzugehen.

Wann solltest Du PAR messen?
Besonders sinnvoll ist eine Messung:
Nach Installation einer neuen Beleuchtung
Nach deutlicher Veränderung der Lampeneinstellung
Vor dem endgültigen Platzieren empfindlicher Korallen
Nach Umbau des Riffs
Bei stark gewachsenen Korallenkolonien
Wenn unerwartete Beschattung entsteht
Wenn Korallen nach einer Lichtänderung auffällig reagieren
PAR musst Du nicht täglich messen.

Warum verändern wachsende Korallen die PAR-Werte?
Ein junges Riff besitzt zunächst viele freie Flächen.
Mit zunehmendem Wachstum entstehen:
Schatten
Überhänge
Dichte Korallenkolonien
Platten
Verzweigungen
Dadurch bekommt eine Koralle möglicherweise nach einem Jahr deutlich weniger Licht als beim ursprünglichen Einsetzen.
Deshalb kann eine erneute PAR-Messung in einem stark gewachsenen Riff sehr sinnvoll sein.

Warum können große Korallen sich selbst beschatten?
Bei dicht verzweigten beziehungsweise flächigen Kolonien erreicht Licht nicht jeden Bereich gleich gut.
Obere Bereiche bekommen häufig deutlich mehr Licht als:
Unterseiten
Innere Bereiche
Bereiche zwischen dichten Ästen
Dadurch kann sich das Erscheinungsbild einer großen Kolonie verändern.
Mehr Lampenleistung ist dabei nicht automatisch die beste Lösung – häufig ist eine gute Lichtverteilung wichtiger.

Wie hängt PAR mit der Montagehöhe der Lampe zusammen?
Eine höher montierte Lampe kann das Licht häufig über eine größere Fläche verteilen.
Dabei kann der maximale PAR-Wert direkt unter der Leuchte sinken.
Eine sehr niedrig montierte Lampe kann dagegen stärkere Spitzen und größere Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen erzeugen.
Welche Höhe sinnvoll ist, hängt vom Beleuchtungssystem und Aquarium ab.

Warum ist Beleuchtung nicht nur PAR?
PAR beschreibt die Menge photosynthetisch nutzbarer Strahlung im Bereich von ungefähr 400 bis 700 Nanometern.
Der Wert sagt jedoch nicht vollständig, wie sich dieses Licht spektral zusammensetzt.
Zwei Lampeneinstellungen können deshalb denselben PAR-Wert erzeugen und trotzdem ein unterschiedliches Spektrum besitzen.
PAR ist wichtig – aber nicht die einzige Eigenschaft einer guten Riffbeleuchtung.

Was bedeutet Spektrum?
Das Spektrum beschreibt vereinfacht, welche Lichtfarben beziehungsweise Wellenlängen Deine Beleuchtung erzeugt.
Eine Meerwasser-LED kann beispielsweise unterschiedliche Anteile besitzen aus:
Violett
Blau
Cyan
Grün
Rot
Weiß
Die genaue Mischung beeinflusst sowohl die Photosynthese als auch das sichtbare Erscheinungsbild Deiner Korallen.
Eine passende Beleuchtung muss deshalb Lichtmenge und Spektrum sinnvoll miteinander verbinden.

Ist PUR besser als PAR?
PUR bedeutet „Photosynthetically Usable Radiation“ und soll vereinfacht beschreiben, welcher Anteil des Lichts von bestimmten photosynthetischen Organismen besonders gut genutzt werden kann.
In der Praxis ist PUR aber wesentlich schwieriger allgemein vergleichbar zu machen.
Welche Wellenlängen besonders effektiv genutzt werden, hängt vom Organismus und dessen Pigmenten ab.
Für den normalen Aquarianer bleibt PAR deshalb meist die praktischere und besser vergleichbare Messgröße.

Ist hoher PAR automatisch gutes Licht?
Nein.
Eine Lampe kann sehr hohe PAR-Werte erzeugen und trotzdem:
Ungleichmäßig ausleuchten
Unpassend eingestellt sein
Starke Hotspots erzeugen
Korallen überbelichten
Ein ungünstiges Spektrum besitzen
Deshalb sollte Deine Frage nicht lauten:
„Wie bekomme ich möglichst viel PAR?“
Sondern:
„Wie bekomme ich die passende Lichtmenge an meine Korallen?“

Kann zu viel PAR Korallen schädigen?
Ja.
Zu starke beziehungsweise zu schnell erhöhte Lichtintensität kann Korallen stressen.
Mögliche Anzeichen können sein:
Starkes Aufhellen
Veränderte Farben
Eingezogene Polypen
Gewebestress
Schlechtere Expansion
In ausgeprägten Fällen Bleichen
Solche Symptome sind allerdings nicht eindeutig und können auch andere Ursachen besitzen.

Was ist eine Korallenbleiche?
Bei einer Bleiche verliert eine Koralle einen großen Teil ihrer photosynthetischen Symbiosepartner beziehungsweise deren Pigmente.
Dadurch wird das helle Kalkskelett unter dem weitgehend transparenten Korallengewebe sichtbar.
Mögliche Auslöser sind unter anderem:
Zu hohe Temperatur
Starke Temperaturveränderung
Massive Lichtveränderung
Andere Stresssituationen
Die Zusammenhänge erklären wir ausführlicher unter Was sind Zooxanthellen?.

Kann zu wenig PAR Korallen ebenfalls schädigen?
Ja.
Bekommt eine photosynthetische Koralle langfristig deutlich zu wenig Licht, steht weniger Energie aus der Photosynthese zur Verfügung.
Mögliche Folgen können sein:
Langsameres Wachstum
Veränderte Färbung
Stärkere Streckung bestimmter Gewebe
Langfristige Schwächung
Auch hier gilt: Das Erscheinungsbild allein beweist keine zu geringe Beleuchtung.

Warum darfst Du Farbverlust nicht nur mit PAR erklären?
Korallenfarben hängen von vielen Faktoren ab.
Dazu gehören:
Licht
Spektrum
Nitrat
Phosphat
Zooxanthellen
Koralleneigene Pigmente
Wasserwertschwankungen
Stress
Gesundheitszustand
Eine heller werdende Koralle muss deshalb nicht automatisch mehr oder weniger Licht benötigen.
Bei Farbveränderungen hilft Dir zusätzlich unser Ratgeber Farbverlust bei Korallen.

Warum ist die bisherige Lichtgewöhnung so wichtig?
Eine Koralle kann sich innerhalb eines bestimmten Rahmens an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen.
Wenn sie vorher bei moderater Intensität stand und plötzlich unter deutlich höhere PAR-Werte gesetzt wird, kann die Veränderung zu schnell sein.
Das gilt selbst dann, wenn die Art grundsätzlich viel Licht verträgt.
Neue Korallen sollten deshalb richtig eingewöhnt und bei Bedarf schrittweise an stärkere Beleuchtung angepasst werden.

Solltest Du eine neue Koralle immer unten starten?
Nein.
Das wäre ebenfalls zu pauschal.
Kennst Du die bisherigen Lichtbedingungen und sind Deine Bedingungen ähnlich, kann die Koralle möglicherweise direkt an ihren geplanten Standort.
Kennst Du die bisherige Beleuchtung dagegen nicht und besitzt Du ein sehr stark beleuchtetes Aquarium, ist eine vorsichtigere Lichtgewöhnung häufig sinnvoll.

Wie gewöhnst Du eine Koralle an mehr Licht?
Je nach Beleuchtungssystem kannst Du:
Koralle zunächst an einem moderateren Standort platzieren
Lichtleistung schrittweise erhöhen
Akklimatisierungsprogramm der Beleuchtung verwenden
Koralle später schrittweise höher setzen
Wichtig ist, nicht gleichzeitig mehrere Bedingungen stark zu verändern.
Die vollständige Vorgehensweise findest Du unter Korallen richtig eingewöhnen.

Warum solltest Du PAR nicht täglich verändern?
Korallen profitieren von möglichst stabilen Bedingungen.
Wenn Du ständig:
Lampenleistung veränderst
Farbkanäle neu einstellst
Beleuchtungsdauer änderst
Korallen umsetzt
entsteht permanent eine neue Anpassungssituation.
Ein sinnvoll eingestelltes Beleuchtungssystem solltest Du deshalb nicht ohne Grund täglich verändern.

Wie lange solltest Du nach einer Lichtänderung beobachten?
Korallen reagieren nicht immer innerhalb weniger Minuten.
Beobachte über einen längeren Zeitraum:
Polypenbild
Farbe
Gewebe
Wachstum
Allgemeinen Zustand
Eine einzelne schlechte Öffnung am ersten Tag ist noch kein sicherer Hinweis darauf, dass der PAR-Wert falsch ist.

Warum ist das Polypenbild kein PAR-Messgerät?
Eine Koralle kann ihre Polypen aus sehr vielen Gründen einziehen.
Dazu gehören:
Strömung
Licht
Wasserwerte
Nachbarkorallen
Schädlinge
Transport
Standortwechsel
Deshalb kannst Du aus geschlossenen Polypen nicht direkt auf einen bestimmten PAR-Wert schließen.

Warum müssen Licht und Strömung gemeinsam passen?
Eine Koralle benötigt nicht nur Licht.
Die passende Strömung sorgt unter anderem für Stofftransport und eine gute Umspülung des Gewebes.
Ein Standort mit perfekten PAR-Werten kann deshalb trotzdem ungeeignet sein, wenn dort:
Ein harter Pumpenstrahl auftrifft
Nahezu keine Wasserbewegung vorhanden ist
Ständig Mulm abgelagert wird
Die richtige Standortwahl berücksichtigt deshalb immer Licht und Strömung gemeinsam.

Warum müssen auch Wasserwerte stimmen?
Ein perfekter PAR-Wert kann instabile Wasserbedingungen nicht ausgleichen.
Besonders wichtig sind stabile Wasserwerte.
Wenn eine Koralle trotz scheinbar passender Beleuchtung Probleme zeigt, solltest Du deshalb nicht einfach die Lichtleistung erhöhen.
Prüfe das gesamte System.

Wie beeinflussen Nitrat und Phosphat die Lichtverträglichkeit?
Licht und Nährstoffversorgung stehen biologisch miteinander in Verbindung.
Korallen beziehungsweise ihre Symbiosepartner benötigen nicht nur Licht, sondern auch verfügbare Nährstoffe für Stoffwechsel und Wachstum.
Sehr hohe Lichtintensität bei gleichzeitig extrem geringer Nährstoffverfügbarkeit kann deshalb problematischer sein als dieselbe Lichtintensität bei einer ausgewogenen Versorgung.
Mehr Licht ist nicht automatisch besser.

Warum solltest Du PAR-Werte aus anderen Aquarien nicht blind übernehmen?
Du liest vielleicht:
„Meine Koralle steht bei 350 PAR und sieht perfekt aus.“
Das bedeutet nicht automatisch, dass Deine Koralle ebenfalls sofort bei 350 PAR stehen sollte.
Unterschiedlich sein können:
Korallenart
Genetische Variante
Bisherige Gewöhnung
Spektrum
Beleuchtungsdauer
Wasserwerte
Nährstoffe
Strömung
Aquarienbedingungen
Nutze fremde PAR-Werte als Orientierung und nicht als Garantie.

Warum sind Herstellerangaben trotzdem hilfreich?
Hersteller von Beleuchtungen geben häufig Informationen zu:
Ausleuchtung
Montagehöhe
Leistung
Abdeckungsfläche
Spektrum
Teilweise PAR-Messungen
Solche Angaben können bei der Planung hilfreich sein.
Sie ersetzen jedoch nicht unbedingt eine Messung in Deinem konkreten Aquarium, denn Riffaufbau, Wasserhöhe und Einstellungen verändern das tatsächliche Ergebnis.

Kannst Du PAR-Werte aus einer Hersteller-Grafik übernehmen?
Nur als Orientierung.
Eine Hersteller-Messung wurde unter bestimmten Bedingungen durchgeführt.
Dein Aquarium besitzt möglicherweise:
Andere Wasserhöhe
Andere Montagehöhe
Andere Lampeneinstellung
Andere Riffstruktur
Andere Abdeckung
Mehrere Leuchten
Deshalb können die tatsächlichen Werte abweichen.

Wie beeinflusst die Wasserhöhe PAR?
Mit zunehmender Entfernung von der Lichtquelle verändert sich die Lichtintensität.
Im tieferen Bereich des Aquariums kommen deshalb häufig niedrigere PAR-Werte an als nahe der Oberfläche.
Wie groß der Unterschied ist, hängt vom gesamten Beleuchtungssystem ab.
Genau deshalb solltest Du bei hohen Aquarien nicht allein nach der Wattzahl planen.

Wie beeinflusst Riffgestein PAR?
Riffgestein erzeugt:
Schatten
Überhänge
Lichtgeschützte Bereiche
Reflexionen
Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Lichtzonen.
Das ist nicht automatisch schlecht.
Im Gegenteil: Unterschiedliche Lichtbereiche ermöglichen Dir, Korallen mit verschiedenen Ansprüchen sinnvoll zu platzieren.

Sind Schattenbereiche schlecht?
Nein.
Nicht jede Koralle benötigt hohe Lichtintensität.
Teilweise schattige Bereiche können für Arten mit geringerem Lichtbedarf sehr interessant sein.
Welche Korallen dafür infrage kommen, findest Du unter Welche Korallen eignen sich für wenig Licht?.

Muss das gesamte Aquarium gleich viel PAR haben?
Nein.
Ein Mischriff profitiert sogar häufig davon, unterschiedliche Lichtzonen zu besitzen.
So kannst Du Korallen entsprechend ihrer Bedürfnisse verteilen.
Wichtig ist lediglich, dass Du ungefähr weißt, welche Bedingungen an den verschiedenen Stellen herrschen.

Wie viel Lichtleistung sollte Deine LED haben?
Die Lampe sollte ausreichend Leistung besitzen, um die gewünschten PAR-Werte über die benötigte Fläche zu erreichen.
Sie muss deshalb nicht dauerhaft auf 100 Prozent laufen.
Eine gewisse Leistungsreserve kann sinnvoll sein.
Warum Wattzahl allein trotzdem nicht ausreicht, erklären wir unter Wie viel Lichtleistung braucht mein Meerwasseraquarium?.

Welche Beleuchtung passt überhaupt zu Deinem Aquarium?
PAR ist ein wichtiger Teil der Entscheidung, aber nicht der einzige.
Bei der Auswahl einer Beleuchtung solltest Du außerdem berücksichtigen:
Aquariumgröße
Aquariumtiefe
Korallenbesatz
Ausleuchtung
Spektrum
Steuerbarkeit
Montagemöglichkeiten
Leistungsreserve
Eine ausführliche Entscheidungshilfe findest Du unter Welche Beleuchtung passt zu Deinem Aquarium?.

Warum ist die Beleuchtungsdauer zusätzlich wichtig?
PAR beschreibt die momentane Lichtintensität.
Für die tägliche Lichtmenge spielt aber auch die Dauer eine Rolle.
100 PAR für wenige Stunden und 100 PAR über einen langen Zeitraum bedeuten nicht dieselbe tägliche Lichtmenge.
Deshalb solltest Du bei der Beurteilung Deiner Beleuchtung immer Intensität und Beleuchtungsdauer gemeinsam betrachten.

Was ist DLI?
DLI steht für „Daily Light Integral“ und beschreibt vereinfacht die gesamte Lichtmenge, die innerhalb eines Tages auf eine Fläche trifft.
Für die alltägliche Meerwasseraquaristik musst Du DLI nicht zwingend berechnen.
Der Begriff hilft aber zu verstehen, warum nicht nur der PAR-Spitzenwert zählt.
Lichtintensität und Beleuchtungsdauer gehören zusammen.

Solltest Du deshalb einfach die Beleuchtungsdauer verlängern?
Nein.
Eine längere Beleuchtungsdauer ist kein universeller Ersatz für eine passende Lichtintensität.
Auch Korallen und ihre Symbiosepartner besitzen Tagesrhythmen.
Halte Dich bei der grundsätzlichen Beleuchtungsdauer an ein stabiles, nachvollziehbares Konzept und ändere sie nicht ständig.

Wie kannst Du Deine Beleuchtung praktisch optimieren?
Eine sinnvolle Reihenfolge ist:
Beleuchtung passend zum Aquarium auswählen
Grundlegende Einstellungen festlegen
PAR an mehreren Stellen messen
Lichtkarte erstellen
Korallen nach ihrem Bedarf platzieren
Neue Korallen langsam anpassen
Entwicklung beobachten
Nach starkem Korallenwachstum erneut messen
So nutzt Du PAR als Werkzeug und nicht als Zahl, der Du ständig hinterherläufst.

Was solltest Du tun, wenn PAR überall zu niedrig ist?
Prüfe:
Lampenleistung
Einstellung
Montagehöhe
Anzahl der Leuchten
Abdeckung
Verschmutzung
Ausleuchtung
Bevor Du die Leistung drastisch erhöhst, kontrolliere aber auch, ob Deine Korallen tatsächlich mehr Licht benötigen.
Bei einem Aquarium mit überwiegend weniger lichthungrigen Korallen können moderate Werte vollkommen ausreichend sein.

Was solltest Du tun, wenn PAR überall sehr hoch ist?
Mehr ist nicht automatisch besser.
Prüfe:
Welche Korallen Du hältst
Wie sie bisher beleuchtet wurden
Ob Farbverlust oder Stress auftritt
Ob Leistung reduziert werden kann
Ob eine höhere Montage eine gleichmäßigere Verteilung ermöglicht
Verändere die Beleuchtung gegebenenfalls schrittweise.

Was solltest Du tun, wenn nur direkt unter der Lampe extrem hohe Werte auftreten?
Dann hast Du möglicherweise einen ausgeprägten Hotspot.
Mögliche Lösungen können je nach System sein:
Lampe höher montieren
Leistung reduzieren
Zusätzliche Leuchte für bessere Verteilung einsetzen
Optik beziehungsweise Position verändern
Korallen anders platzieren
Entscheidend ist eine sinnvolle Gesamtverteilung und nicht ein möglichst hoher Mittelpunkt.

Was bedeutet ein Hotspot?
Ein Hotspot ist ein Bereich mit deutlich höherer Lichtintensität als die Umgebung.
Das kann unmittelbar unter bestimmten LEDs auftreten.
Eine Koralle, die nur wenige Zentimeter versetzt wird, kann dadurch plötzlich deutlich mehr PAR erhalten.
Genau deshalb ist Messen beim Platzieren besonders wertvoll.

Kann eine Koralle auch innerhalb einer Kolonie unterschiedliche PAR-Werte bekommen?
Ja.
Bei großen Korallen können Oberseite und Unterseite stark unterschiedlich beleuchtet sein.
Das ist besonders bei:
Großen verzweigten Kolonien
Plattenförmigen Kolonien
Dichtem Korallenwuchs
der Fall.
Eine einzelne PAR-Messung an der Spitze beschreibt deshalb nicht automatisch die gesamte Kolonie.

Wann solltest Du nachmessen?
Nachmessen lohnt sich besonders:
Nach neuer Beleuchtung
Nach Lampenwechsel
Nach deutlicher Leistungsänderung
Nach Veränderung der Montagehöhe
Nach Riffumbau
Nach starkem Korallenwachstum
Nach größerem Rückschnitt
Vor dem Platzieren empfindlicher Korallen
Wenn sich sichtbare Lichtzonen verändert haben

Was PAR nicht kann
Ein PAR-Messgerät sagt Dir nicht automatisch:
Ob Deine Wasserwerte stimmen
Ob die Strömung passt
Ob die Koralle krank ist
Ob ein Schädling vorhanden ist
Ob Nitrat und Phosphat passen
Ob der Korallenabstand ausreicht
Ob das Spektrum optimal ist
PAR ist deshalb ein wichtiges Werkzeug – aber kein vollständiger Gesundheitscheck für Korallen.

Typische Fehler bei PAR-Werten
Helligkeit mit dem Auge einschätzen
Watt mit PAR gleichsetzen
Eine einzige Messstelle für das gesamte Aquarium verwenden
Nur direkt unter der Lampe messen
Herstellerwerte eins zu eins auf das eigene Aquarium übertragen
SPS grundsätzlich maximal beleuchten
LPS grundsätzlich in den dunkelsten Bereich setzen
Feste PAR-Zahlen als Gesetz betrachten
Korallen ohne Lichtgewöhnung in sehr hohe PAR-Bereiche setzen
Beleuchtung wegen jeder kleinen Korallenreaktion verändern
PAR messen und Strömung ignorieren
Nährstoffversorgung ignorieren
Spektrum völlig außer Acht lassen
Nur auf maximale Spitzenwerte achten
Beschattung durch wachsende Korallen vergessen
Beleuchtungsdauer bei der Gesamtlichtmenge ignorieren

Korallen anhand der Lichtintensität platzieren
Korallen richtig platzieren
PAR-Werte helfen Dir dabei, den tatsächlichen Lichtbereich eines Standorts zu bestimmen. Für einen guten Korallenplatz müssen zusätzlich Strömung, Abstand, Wuchsform und späteres Wachstum passen.

Korallen für schwächer beleuchtete Bereiche
Welche Korallen eignen sich für wenig Licht?
Nicht jede Koralle benötigt hohe PAR-Werte. Auch schattigere und moderat beleuchtete Bereiche Deines Riffs lassen sich mit passend ausgewählten Korallen attraktiv besetzen.

Korallen für helle Riffbereiche
Welche Korallen für viel Licht?
Für stark beleuchtete Bereiche solltest Du gezielt Korallen auswählen, die höhere Lichtintensitäten vertragen. Auch diese Tiere sollten jedoch an deutlich höhere PAR-Werte langsam gewöhnt werden.

Die passende Meerwasser-Beleuchtung auswählen
Welche Beleuchtung passt zu Deinem Aquarium?
Leistung allein entscheidet nicht über eine gute Riffbeleuchtung. Ausleuchtung, Spektrum, Aquariumgröße, Korallenbesatz und Leistungsreserve müssen gemeinsam betrachtet werden.

Fazit
PAR-Werte machen die Beleuchtung Deines Meerwasseraquariums messbar.
Statt nach Gefühl zu entscheiden, ob ein Standort hell oder dunkel ist, kannst Du feststellen, wie viel photosynthetisch nutzbares Licht dort tatsächlich ankommt.
Als grobe Orientierung können Bereiche von ungefähr 50–100 PAR für schwächer beleuchtete Stellen, 100–200 PAR für mittlere Lichtintensität, 200–300 PAR für stärkere Beleuchtung und Werte darüber für sehr helle Bereiche dienen.
Diese Zahlen sind aber keine festen Grenzen.
Der tatsächliche Lichtbedarf unterscheidet sich zwischen SPS-Korallen, LPS-Korallen, Weichkorallen und vor allem zwischen den einzelnen Arten.
Entscheidend sind außerdem bisherige Lichtgewöhnung, Spektrum, Beleuchtungsdauer, Strömung, Nährstoffversorgung und stabile Wasserwerte.
Mehr PAR ist deshalb nicht automatisch besser.
Eine gute Riffbeleuchtung liefert die passende Lichtmenge möglichst gleichmäßig an die Stellen, an denen Deine Korallen wachsen.
Erstelle Dir am besten eine kleine PAR-Karte Deines Aquariums. Dann weißt Du bei der nächsten Koralle bereits, welche Lichtbedingungen an den verschiedenen Standorten wirklich vorhanden sind.

Unser Tipp
Miss nicht nur den höchsten PAR-Wert direkt unter Deiner Lampe.
Viel interessanter ist die Verteilung im gesamten Riff.
Miss oben, in der Mitte, am Bodengrund, an den Seiten und unter bereits größeren Korallen.
So erkennst Du sofort, wo helle und schwächer beleuchtete Bereiche liegen.
Wenn Du anschließend eine neue Koralle einsetzt, kannst Du ihren Standort anhand der tatsächlichen Lichtintensität auswählen und zusätzlich Strömung und Platzierung berücksichtigen.
Und ganz wichtig: Hat eine Koralle bisher deutlich weniger Licht erhalten, erhöhe die Intensität nicht schlagartig nur deshalb, weil ein bestimmter PAR-Wert als „ideal“ genannt wird. Eine kontrollierte Anpassung ist meistens sinnvoller als die Jagd nach einer perfekten Zahl.

Haftungsausschluss
Die Inhalte wurden sorgfältig und nach bestem Wissen erstellt und dienen als Orientierung; individuelle Aquarienbedingungen und Reaktionen der Tiere können abweichen. PAR-Bereiche sind keine festen Grenzwerte und müssen immer zusammen mit Korallenart, Lichtgewöhnung und den übrigen Haltungsbedingungen betrachtet werden.

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